Die Schüler der Gesamtschule Fuldatal präsentierten dem Publikum, wie sie die neuen Möglichkeiten nutzen

Sanierung hat Schub gebracht

Aufwind durch brennende Teebeutelhülle: Schüler der fünften Klasse führten diesen Versuch vor.

Fuldatal. Robin Wilmsmann und seine Klassenkameraden aus der 7b der Gesamtschule Fuldatal halten die Flamme eines Bunsenbrenners unter einen dicken Metallstab.

Eine Reihe von Grundschulkindern schaut gespannt zu, wie die mit Wachs auf dem Stab befestigten Fähnchen zunächst Schlagseite bekommen und dann von der Stange fallen, als das Wachs wegschmilzt: So anschaulich kann man im Versuch die Wärmeleitfähigkeit von Metallen beweisen.

Metall leitet Wärme: Robin Wilmsmann, Kiyan Khosravi und Lukas Simon (von links) zeigten, wie es funktioniert.

Die naturwissenschaftlichen Unterrichtsräume gehörten zu den großen Anziehungspunkten für einige 100 Grundschüler der vierten Klassen und ihre Eltern, die am Wochenende beim Tag der offenen Tür in die Gesamtschule „schnupperten“, um zu schauen, ob sie die richtige für den Schulwechsel im Herbst ist. Der Chemie-, der Physik- und der Mikroskopierraum sind ein Beispiel, welchen Schub die millionenschwere Rundum-Sanierung der Schule in Ihringshausen gegeben hat.

Diese Räume sind jetzt auf modernem Stand, mit flexiblen Arbeitsplätzen für die Schüler und digitalen Mikroskopen. „Vorher war das eine Bruchbude“, sagt Schulleiterin Christine Saure. Wegen der Kälte im Kellergeschoss hätten Lehrer und Schüler im Winter in Mänteln arbeiten müssen. Der beharrliche Einsatz der Lehrer für diese „große“ Sanierungslösung zahle sich heute aus, betont Saure. Sie habe sogar Anfragen von Eltern aus Südniedersachsen erhalten, die ihre Kinder nach Ihringshausen auf die Schule schicken wollen. „Das ist neu für uns“, sagt die Schulleiterin.

Zurück in die Steinzeit: Sophie Peters, Angelique Rosche, Selina Peters und Nina Vockenroth (von links) aus der Klasse 6c präsentierten beim Tag der offenen Tür Waffen, die sie im Projektunterricht gebaut haben. 3 Fotos: Dilling

Die Sanierung habe aber auch den Unterricht selbst nach vorn gebracht, sagt Saure. Die jahrgangsbezogene Anordnung der Unterrichtsräume sorge für kürzere Wege und den Erhalt der Klassenverbände trotz des Kurssystems, das ab der siebten Klasse greift. Die Schulleiterin möchte, dass die Lehrer sich zu Teams zusammenschließen, statt nebeneinanderher zu arbeiten. So würden Doppelarbeiten vermieden, der einzelne Pädagoge gewinne Zeit, um den Unterricht intensiver vorzubereiten.

Von Peter Dilling

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