Lichtenbergschule wird für neun Mio. Euro erneuert – Kreistag entscheidet heute über Geld-Umschichtung

Sanierung soll früher fertig werden

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Freuen sich über bessere Lernbedingungen: Schüler der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule vor dem Haupteingang; links im Hintergrund ist die alte Waschbeton-Fassade zu sehen, rechts die neue Mensa, die 2008 errichtet wurde. In diesem hellen, freundlichen Stil soll die gesamte Schule Ende nächsten Jahres strahlen.

Kreis Kassel. Die 1500 Schüler des Georg-Christoph-Lichtenberg-Gymnasiums sind Lärm gewöhnt: Seit etlichen Jahren wird die Kreisschule in Kassel-Oberzwehren modernisiert. Die ersten Abschnitte sind fertig, der graue Waschbeton wurde durch helle und freundliche Fassaden ersetzt.

Und auch im Innern hat sich jede Menge getan. Doch nun muss der Landkreis Geld nachschießen, um einen Baustopp zu vermeiden. Der Kreistag wird in seiner heutigen Sitzung in Naumburg über die Vergabe von 1,9 Millionen Euro entscheiden.

„Wir sind schneller als der Kreishaushalt“, erläutert Matthias Wyss die Situation; er ist in der Kreisverwaltung für die Sanierung des Gymnasiums zuständig. Etliche Bauarbeiten seien schneller vonstattengegangen. Außerdem sei es wirtschaftlicher, große Aufträge, etwa für die neue Haustechnik, als Gesamtpaket zu vergeben. Da komme man mit den vorgesehenen zwei Millionen Euro fürs laufende Jahr nicht hin, fügt Kreisssprecher Harald Kühlborn hinzu. Eine Verteuerung sei dies nicht, man ziehe nur die für 2012 vorgesehenen Mittel vor. Entsprechend werde die Erneuerung der Schule statt 2013 schon im Herbst 2012 abgeschlossen. Das Regierungspräsidium habe dem Umschichten bereits zugestimmt.

Schulleiter Helmut Dörr ist mit dem bisherigen Ergebnis der Sanierung sehr zufrieden: „Die Raumluft ist hervorragend“, nennt er als Beispiel. Messungen hätten bestätigt, dass mehr Sauerstoff in den neuen Klassenräumen sei; das erleichtert das Lernen. Für die gute Luft sorgt ein einfaches, aber ausgeklügeltes Lüftungssystem, erläutert Gerhard Greiner vom Kasseler Architektenbüro HHS. Die Fenster könne man trotzdem noch öffnen, „wir wollen die Nutzer nicht bevormunden“.

Auch die Schüler finden die bereits fertigen Räume gut: „Es wirkt viel größer, schön hell und freundlich“, sagt Julia Bultjer (18), die sich im Leistungskurs Geschichte an ihrem iPad gerade mit Außenpolitik beschäftigt.

Neun Millionen Euro kostet die laufende Modernisierung der Schule, die 1972 eingeweiht wurde. Das Gebäude wird vergrößert, energetisch und brandtechnisch saniert. Aktuell wird ein Teilbereich aufgestockt, hier entstehen Kursräume und ein attraktiver Musiksaal mit Bühne.

Von Holger Schindler

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