Neues Schiff legt Zwischenstopp in Hann. Münden ein und wird heute Abend in Bad Karlshafen erwartet

Saunaboot nimmt Kurs auf Therme

Kaufungen/ Hann. Münden. Das Saunaboot hat Montagmittag den Kasseler Hafen auf der Fulda Richtung Norden verlassen. „Sie sind um 13 Uhr losgefahren“, berichtete Alexander Lorch von der Wasserschutzpolizei Kassel. Der Polizeihauptkommissar hat es sich nicht nehmen lassen, die Überführung des Saunaboots, das in der Kaufunger Werft Hillmann gebaut wurde, mit dem Polizeiboot von Kassel bis zur Schleuse Wahnhausen zu begleiten.

Das Saunaboot wurde für die Weser-Therme in Bad Karlshafen hergestellt und wird über die Fulda und Weser auf dem Wasserweg dorthin überführt. „Sie müssen vier Schleusen in Wahnhausen, Wilhelmshausen, Bonaforth und Hann. Münden überwinden. In der Weser gibt es zwar keine Schleusen mehr, hier ist aber die Strömung größer“, erläuterte er.

Gute Übung für DLRG

Das Boot wird von einem Rettungsboot der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft Hessisch Lichtenau geschleppt und von einem DLRG-Schlauchboot sowie zwei privaten Booten begleitet. Fünf Mitglieder der DLRG haben sich eigens drei Tage Urlaub genommen, um die Sicherheit des Transportes zu gewährleisten. „Mein Sohn feiert seinen 19. Geburtstag hier an Bord“, berichtet Michael Volkmann, der technische Leiter der DLRG Hessisch Lichtenau.

Im Internet war die Frage aufgekommen, warum dieser kommerzielle Transport von der DRLG begleitet werde. „Das Boot der DLRG Heli ist nicht mit öffentlichen Mitteln finanziert worden, sondern aus den Erlösen unserer Erste-Hilfe- und Führerscheinkurse“, antwortet Michael Volkmann und lädt zur ehrenamtlichen Mitarbeit ein. „Unsere Bootsführer, Rettungsschwimmer und Sanitäter kommen oft bei Veranstaltungen wie dem Hessentag, bei Sportveranstaltungen, Regatten und Konzerten zum Einsatz; ohne diese Helfer sind solche Veranstaltungen leider nicht mehr durchführbar“, sagt er. Die DLRG rechnet mit einer Spende der Weser-Therme zur Erstattung der Treibstoffes. Der Einsatz sei darüber hinaus auch eine gute Übung für die Aktiven der DLRG.

Alexander Lorch betont, dass die Auflagen, die das Wasser- und Schifffahrtsamt Hann. Münden als zuständige Behörde gemacht hat, einzuhalten seien und begrüßt den Einsatz der DLRG. „Das Boot wird rechtlich als Schwimmkörper eingeordnet und ist schwer zu manövieren. Er lässt sich aber sehr gut schleppen“, berichtet er. „Mit der DLRG sind qualifizierte Kräfte gleich vor Ort, falls Hilfe zu leisten wäre“, sagt er. Das Boot wird heute gegen 17 Uhr in Bad Karlshafen erwartet.

Von Bettina Wienecke

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