Niederlassung für Mitte Deutschlands – Zehn Mitarbeiter starten zum Jahreswechsel

Scania wächst am Lohfeldener Rüssel

Lohfelden. Der Lkw-Hersteller Scania errichtet im Gewerbegebiet Lohfeldener Rüssel eine Service-Niederlassung. Zehn Mitarbeiter werden hier beschäftigt. Die Halle soll Mitte Dezember fertig sein, zum Jahreswechsel will Scania den Betrieb aufnehmen.

Die Werkstatthalle wird mit vier Reparaturbahnen von jeweils 30 Meter Länge bestückt. Ein Lastzug ist in der Regel 18,50 Meter lang; falls nötig könnten hier künftig auch Gigaliner mit einer Länge von 25 Meter gewartet werden.

Es ist kurz vor 10 Uhr morgens. Ein Schwerlasttransporter bringt eine riesige Metallwanne zur Baustelle – eine komplett ausgestattete Reparaturbahn, in der künftig die Lkw gewartet werden. Ralph Nöther drückt auf die Spraydose. Der Monteur steht in der Baugrube und sprüht eine Mittellinie auf den Beton. An ihr orientiert er sich später. Ein letzter Blick auf die Uhr, dann beginnt die Zentimeterarbeit.

Am Haken: Per Schwertransporter wurde eine vorgefertigte Reparaturbahn aus Stahl angeliefert, drei weitere werden folgen. Hier können künftig bis zu 25 Meter lange Lastzüge repariert werden. Foto: Laumann

Ein Kran hievt die Reparaturbahn vom Transporter. 13 Tonnen Gewicht schweben über der Grube. Nöther und sein Kollege Peter Schimpf weisen den Kranführer ein. Vor und wieder zurück. Solange bis es passt. Langsam setzt die Metallwanne in der Grube auf. Ab jetzt wird sie gerollt. Der Kran schiebt die Wanne Zentimeter für Zentimeter vor. Es ist 10.25 Uhr. Nöther hebt seinen rechten Daumen. „Alles passt.“ Die Wanne sitzt. Das Gröbste ist geschafft.

Weitere Schwertransporte werden die anderen drei Reparaturbahnen anliefern. Neben diesem Werkstatt-Bereich, in dem sechs Monteure arbeiten werden, wird es in der Niederlassung einen Ersatzteileverkauf geben. Miet-Lkw werden hier ebenso zu haben sein.

Auch Lehrlinge sollen an dem Standort ausgebildet werden – ein Azubi zum Mechatroniker soll im kommenden Jahr anfangen, später sollen es zwei bis drei sein.

Dach wird begrünt

Das Gebäude wird als Stahlskelettbau errichtet, eine Gaswärmepumpe wird für Energie sorgen. Das Dach wird begrünt, die Parkfläche versickerungsfähig gestaltet.

Der autobahnnahe Standort spielte für die Ansiedlung eine große Rolle. „Das ist sehr günstig für uns“, sagt Stefan Dorski, der als Regionaldirektor Hessen für die Scania-Niederlassungen Offenbach, Fulda, Gießen und künftig auch Lohfelden zuständig ist. Der Standort sei sehr günstig, weil er an mehreren Autobahnen liege und sich der SVG-Autohof gleich nebenan befinde. Dort könnten sich die Fahrer während der Reparatur ihres Trucks versorgen und sich die Zeit vertreiben.

„Wir sind sehr stark im Fernverkehr“, sagt Dorski, man habe viele internationale Kunden von Schweden bis Italien. Von Lohfelden aus könne man Kunden in der Mitte Deutschlands gut betreuen.

Von Anke Laumann und Holger Schindler

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