Heimat- und Geschichtsverein Fuldabrück feiert am Sonntag 25-jähriges Bestehen

Schatzsucher im Archiv

Erinnerung an den Schwan: Das älteste Wirtshaus in Dennhausen hieß „Zum Schwan“. Mehr als 150 Jahre lang wurde es von der Wirtsfamilie Hilgenberg geführt. Die Schwanfigur zierte lange Jahre das Gebäude und ist bis heute erhalten. Unser Bild zeigt den Vorsitzenden Rolf Mell mit dem Originalschwan und (hinten von links) Herbert Horn, Lothar Bubenheim, Gerhard Meil und Klaus Bicker. Foto: Büntig

Fuldabrück. In Archiven stöbern, dabei geduldig viele Quellen verfolgen, schwer lesbare uralte handschriftliche Texte entziffern – all das gehört seit 25 Jahren zur Arbeit des Fuldabrücker Heimat- und Geschichtsvereins. Am Sonntag, 6. November, wird das Jubiläum nun im Bürgerhaus Kupferkanne gefeiert.

Mit der eigenen Begeisterung für Geschichte geht auch ein großes Interesse einher, die Erkenntnisse weiter zu geben.

„Geschichte muss sichtbar gemacht werden.“ Das war schon dem inzwischen verstorbenen Vereinsgründer und langjährigen Vorsitzenden Heinz Gerlach ein besonderes Anliegen. Mit Broschüren, Vorträgen und Ausstellungen verfolgt der Verein dieses Motto bis heute. Zahlreiche Erinnerungs- und Schautafeln in Fuldabrück zeugen davon. Nach Kirchen und Schulen wurden die traditionellen Wirtshäuser zum Thema der Recherchen. Die meisten davon sind längst geschlossen. Um sie nicht vollkommen in Vergessenheit geraten zu lassen, informiert nun eine Ausstellung anlässlich des Jubiläums über die Geschichte der Wirtshäuser und ihre Rolle im Dorf.

Die monatelange Arbeit begann mit der Suche nach alten Fotos. „Fotos existieren erst seit 1900, aber viele der Wirtshäuser sind bedeutend älter“, berichtet Vorsitzender Rolf Mell und erklärt damit die Bedeutung überlieferter Dokumente wie etwa Brau- und Schankgenehmigungen, nach denen in Archiven geforscht wurde. Die besondere Bedeutung der traditionellen Wirtshäuser erläutert Gerhard Meil: „Was heute das Internet leistet, übernahmen früher die Wirtshäuser; dort wurden Informationen ausgetauscht und Geschäfte gemacht.“

Dass sich die Mitglieder nicht nur in der Vergangenheit, sondern auch in der modernen Kommunikationstechnik bestens auskennen, zeigt sich daran, dass die gesamte Ausstellung in digitaler Technik aufbereitet wurde. „Es freut uns schon, dass wir auch diesen neueren Medien noch gewachsen sind“, sagt Mell und hebt dabei Klaus Bicker hervor, der diese Arbeit fachmännisch erledigt hat.

Der Verein präsentiert sich im Internet unter www.hugv-fuldabrueck.de. Zahlreiche Sponsoren, allen voran die Kasseler Sparkasse, ermöglichten die Realisierung der Ausstellung. Nach der Jubiläumsfeier am 6. November wird die Ausstellung noch eine Woche im Dörnhagener Rathaus zu sehen sein. Und da im Mai 2012 das 40. Heimatfest ansteht, werden die fleißigen Geschichtsfreunde schon bald mit ihrem nächsten Projekt beginnen. PROGRAMM

Von Sabine Büntig

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