Baustart bei Breitenbach

An der Autobahn 44 entsteht ein großer Solarpark

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Beim Aufbau: Mitarbeiter einer Montagefirma rammen derzeit die Stützen für die insgesamt 10 800 Solarmodule in die Erde. Der Solarpark Lindenberg soll Anfang Mai fertig sein.

Schauenburg. Erst gab es über Jahre Stillstand. Jetzt geht alles ganz schnell. Am Lindenberg bei Breitenbach unweit der Autobahn 44 entsteht derzeit ein Solarpark.

Die Solibra GmbH aus Koblenz will mit der Anlage bereits Anfang Mai ans Netz gehen. Nach Angaben von Solibra-Projektleiterin Helene Bopp werden insgesamt 10 800 Fotovoltaikmodule installiert. Die Anlage habe eine Leistung von 3,06 MWp und erzeuge so 2898 Kilowattstunden pro Jahr, womit man 830 Haushalte mit Strom versorgen könne, erläutert Bopp. 1652 Kilogramm CO2 spare man auf diese Weise ein.

Die Solarmodule werden auf insgesamt drei benachbarten Flächen an der A 44 montiert. Zusammen haben diese eine Größe von sechs Hektar. Ein dort fließender Bach werde von der Anlage nicht berührt, betont die Projektleiterin.

Ursprünglich geplant wurde der Solarpark am Lindenberg von den Firmen STH (Lohfelden) und BLG (Wolfhagen). Die Unternehmen hatten ihre Rechte allerdings vor einiger Zeit an die Koblenzer Firma weiterverkauft.

Während die heimischen Firmen die Anlage am Lindenberg als Bürger-Solarpark vermarkten wollten, will Solibra den Park als Investor auch betreiben. „Sie bleibt im Eigenbestand“, so Bopp. Das Gelände bleibt im Besitz der Gemeinde Schauenburg.

Schauenburgs Bürgermeisterin Ursula Gimmler (CDU) hat das Vorhaben mit auf den Weg gebracht. „Ich stehe regenerativen Energiequellen positiv gegenüber“, sagt sie. Allerdings sieht Gimmler die Gemeinde Schauenburg mit dem bereits bestehenden Solarpark an der A 44 bei Elgershausen sowie dem Windpark Lindenberg ausreichend versorgt. „Wir liegen mehr als 200 Prozent über dem, was wir selbst verbrauchen“, sagt Gimmler.

Deshalb will die Verwaltungschefin dem Gemeindeparlament in der April-Sitzung einen Grundsatzbeschluss vorlegen. Demnach soll die Gemeinde künftig keine weiteren Flächen zum Aufbau regenerativer Energiequellen bereitstellen. „Entscheiden muss darüber die Gemeindevertretung“, sagt sie

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