Bald über eine Rampe in die Hoofer Kirche

Beschwerlicher Aufstieg: Wer zum Gottesdienst möchte, muss viele Stufen bis zum Eingang der Hoofer Kirche überwinden. Foto: Dilling

Schauenburg. Nach der Renovierung ist vor der Renovierung. Nachdem die Orgel in der Hoofer Kirche vergangenes Jahr - auch mit vielen Spenden - fertig restauriert worden ist, steht schon das nächste Projekt auf dem Programm der evangelischen Kirchengemeinde.

Der Zugang zum Gotteshaus, das nur über viele Stufen zu erreichen ist, soll barrierefrei umgebaut werden. Kein ganz billiges Vorhaben: Die Kosten könnten sich nach ersten Schätzungen auf 40.000 Euro belaufen, sagte Kirchenvorsteher Frank Günther auf Anfrage. Der Umbau soll möglichst schon nächstes Jahr beginnen. Viele Kirchenbesucher wünschten sich einen leichteren Zugang zur Kirche und ein besser erreichbares Geländer, erklärte Günther. Für ältere Menschen und Eltern mit Kinderwagen sei der Anstieg beschwerlich. Der Kirchenvorstand habe sich den Wunsch nach einem komfortableren Zugang zu eigen gemacht.

Auch der Vorsitzende der örtlichen Gruppe des Sozialverbands VdK, Helmut Löber, macht sich für das Vorhaben stark. Die schon vorhandene Rampe am Gemeindehaus werde intensiv genutzt. Die hohen Kosten rühren wohl daher, dass die Rampe vom Parkplatz vor dem Gemeindehaus bis zum Eingang des Gotteshauses in Serpentinen gebaut werden müsste, um eine auch für Gehbehinderte oder Rollstuhlfahrer zu bewältigende geringe Steigung zu erreichen.

Einen kleinen finanziellen Grundstock habe die Gemeinde schon angelegt, sagte Günther. Dort flossen unter anderem Einnahmen aus dem Public Viewing bei der Fußball-WM hinein. Beim Hoofer Weihnachtsmarkt hat der Frauenkreis Kuchen zugunsten des Projekts verkauft, auch bei einem Konzert am Vorabend wurden Spenden gesammelt. Weitere Aktionen sollen folgen.

Ihre hohe Spendenbereitschaft haben die Hoofer Gemeindemitglieder schon bei der Restaurierung der Orgel bewiesen. Es kamen mehr als 70 000 Euro aus privater Hand zusammen.

Von Peter Dilling

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