Investor hält wirtschaftlichen Betrieb nicht für möglich

Geplanter Bau von Indoor-Spielpark bei Elgershausen ist geplatzt

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Blick in einen Indoor-Spielpark: So ähnlich sollte es in der Halle in Elgershausen zugehen. Das Projekt wird allerdings jetzt nicht realisiert.

Schauenburg. Viele kletternde, spielende und tobende Kinder – die wird es zumindest im Gewerbegebiet Elgershausen so schnell nicht geben. Der geplante Bau eines Indoor-Spielparks ist geplatzt.

Das bestätigt Sascha Rüppel von der Hersfelder APP Projektmanagement GmbH auf Anfrage. Die APP wollte ursprünglich fünf Millionen Euro auf dem Areal im Gewerbegebiet „Hilschen“ investieren. 

Auf dem Gelände sollte neben einem Parkplatz eine Halle mit einer Nutzfläche von 3600 Quadratmetern entstehen. „Mittlerweile liegen der APP die Ergebnisse der Wirtschaftlichkeits-Berechnung für das Projekt vor. Die sind ernüchternd, denn aufgrund allzu hoher Kosten – unter anderem für die Brandschutzauflagen – ist der Spielpark am Standort Schauenburg nicht mehr rentabel zu realisieren“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung von APP-Chef Sascha Rüppel und Schauenburgs Bürgermeister Michael Plätzer (SPD). „Ein solcher Spielpark wäre auf alle Fälle eine Bereicherung für die Region gewesen, aber wenn die Investition nicht wirtschaftlich ist, wäre keiner Seite geholfen“, so Plätzer weiter.

Die 17.000 Quadratmeter große Fläche soll nun von der Gemeinde zurückgekauft werden. Man wolle einvernehmlich die Rückabwicklung aller Verträge und Vereinbarungen in Angriff nehmen, damit die Flächen im Gewerbegebiet zeitnah anderen Unternehmen zur Verfügung gestellt werden können, heißt es in der gemeinsamen Erklärung.

Laut Plätzer gibt es weiterhin interessierte Firmen, die sich in dem Gewerbegebiet ansiedeln wollen. Er gehe davon aus, dass die Gemeinde das Gelände wieder verkauft kriege.

Projekt wurde Anfang 2017 angekündigt 

Die Ankündigung für das Projekt sorgte Anfang 2017 für Aufsehen. Sie war in die heiße Phase des Bürgermeisterwahlkampfes in Schauenburg gefallen. Im Januar 2017 – unmittelbar vor der Wahl – hatte die damalige Amtsinhaberin Ursula Gimmler (CDU) den geplanten Bau der Halle öffentlich gemacht. Danach wurde es zunächst ruhig um das Vorhaben.

Auf Nachfrage der HNA im Januar 2018 gab APP-Geschäftsführer Sascha Rüppel noch an, dass das Projekt realisiert werde. Man suche derzeit Ideen für die Spielgeräte in ganz Europa zusammen, hieß es damals. Und: Einen Termin für den Baubeginn könne man allerdings noch nicht nennen.

„Wir bedauern das sehr“, sagt der APP-Chef im Gespräch mit der HNA. Dinge, die in anderen Ländern möglich seien, seien hier nicht so einfach zu realisieren. Für die Planung für Elgershausen habe das Unternehmen jedenfalls bereits viel Zeit und Geld aufgewendet. „Wir haben viel Herzblut reingesteckt.“

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