Neue Technik für 80.000 Euro

Blitzer: Schauenburg rüstet auf

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Temposündern auf der Spur: Die Gemeinde Schauenburg will künftig mit einer mobilen Anlage und den bereits bestehenden festen Einrichtungen messen. 

Schauenburg. Nach dem Blitzerchaos in Frühjahr und Sommer rüstet die Gemeinde Schauenburg jetzt auf.

Demnächst sollen sowohl ein mobiles Lasergerät als auch eine neue Kamera für die festen Stationen in Martinhagen und Elgerhausen angeschafft werden. 

Beide Punkte beschlossen die Gemeindevertreter am Donnerstag in Hoof mehrheitlich.

Die Gemeinde will sich die Verbesserung bei der Blitzertechnik einiges kosten lassen. Die mobile Anlage, die sogar in Kurvenbereichen einsetzbar sein soll, kostet nach Angaben des Rathauses rund 60.000 Euro. Die Ersatzkamera für die fest installierten Türme liegt bei rund 20.000 Euro. Sie wird wechselweise in Elgershausen und Martinhagen verwendet.

Die bisherigen Kameras für die festen Anlagen waren nach Angaben von Bürgermeisterin Ursula Gimmler (CDU) im Sommer kaputt gegangen. Zuvor seien bereits die Chipkarten dafür kaputt gegangen (HNA berichtete). Außerdem hatte der Mitarbeiter des Ordnungsamtes, der die Verwarngelder für die Gemeinde einholt, zum Ende des vergangenen Februars gekündigt. Insgesamt waren der Kommune aufgrund dieser Ereignisse mehrere tausend Euro an Einnahmen durch die Lappen gegangen. 105.000 Euro hatte die Gemeinde laut Gimmler im Haushalt 2016 als Einnahmen aus den stationären Blitzeranlagen angesetzt.

Aufklärung forderte deshalb in der Sitzung SPD-Fraktionschef Timo Storch. So einfach hinnehmen könne man das nicht, sagte er. „Es gibt Fragen, die noch offen sind.“ Gimmler erläuterte daraufhin nochmal die Chronologie der Ereignisse im Blitzerchaos. Mittlerweile seien zwei neue Mitarbeiter beim Ordnungsamt eingearbeitet, erläuterte die Bürgermeisterin unter anderem.

„Erst gehen zwei Chips und zeitgleich zwei Kameras kaputt, das ist schon etwas unwahrscheinlich“, merkte Michael Plätzer von der SPD an.

Frank Hofmann (Offensive) hob den Aspekt der Verkehrssicherheit hervor. Beide Kameras seien notwendig im Interesse einer Überwachung des Straßenverkehrs, betonte er.

In der Debatte wurde zudem bekannt, dass Schauenburg einen gemeinsamen Ordnunsgbehördenbezirk mit der Stadt Baunatal plant. Die Gespräche dazu laufen.

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