Für die Offensive

Bürgermeister-Kandidat Schaumburg: "Mir sagt keiner, wo es lang geht"

+
Musik in der Freizeit: Gerhard Schaumburg ist großer Musikfan, unter anderem von Mick Jagger und seinen Rolling Stones. Auch Sport interessiert ihn. Mit seinen Söhnen war er schon zwei Mal bei Olympia.

Schauenburg. „Mein Credo ist: Ich will Sachthemen angehen. Ich bin kein Freund von Populismus oder Schlammschlachten“, sagt Gerhard Schaumburg.

Zum dritten Mal geht der 59-Jährige als Bürgermeisterkandidat für Schauenburg ins Rennen, für die Offensive tritt er an. „Und ich habe die Absicht, zu gewinnen“, sagt er.

In Elgershausen, wo er noch heute lebt, ist Schaumburg aufgewachsen, seit mehr als 30 Jahren macht er Kommunalpolitik. Er kennt die Probleme Schauenburgs. „Das beherrschende Thema, das mich seit Jahren beschäftigt, ist der demografische Wandel.“ Vor allem in ländlichen Gebieten sei das wichtig. In Elgershausen gebe es noch eine Nachfrage nach Bauplätzen, vor allem wegen der Nähe zu Kassel.

Zeitgemäßer gestalten

In allen Ortsteilen müssten die Standortfaktoren stimmen, sagt Schaumburg. In Elgershausen gebe es noch Gaststätten, Ärzte, Einkaufsmöglichkeiten. Wie man die kleinen Orte stärken könne, damit habe er sich beschäftigt. „Kulturelle Angebote wie die Märchenwache in Breitenbach muss man stärken, Elmshagen könnte man für Tagestouristen attraktiver machen, in Martinhagen muss man eine Nahversorgung organisieren.“ Dass das nicht von heute auf morgen gehe, sei ihm bewusst. „Wir müssen etwas auf den Weg bringen.“ Vorstellen könnte er sich in diesen Bereichen auch eine Zusammenarbeit mit der Uni Kassel. „Wir müssen wachsen, Geld einsparen darf nicht das beherrschende Thema sein.“

Dass er nicht von einer großen Partei abhängig sei, sieht Gerhard Schaumburg als Vorteil für das Amt des Bürgermeisters. „Mir sagt keiner, wo es lang geht. Ich bin vogelfrei.“ Wie die Bürger davon profitieren könnten, will er ihnen auch an Info-Ständen näherbringen. „Ich möchte in den Bürgerdialog eintreten.“ Aus jedem Ortsteil sollten ihm die Bürger sagen, was ihnen wichtig sei. Alles könne man wahrscheinlich nicht in Angriff nehmen, aber daran wolle er sich orientieren. „Schauenburg ist angestaubt“, sagt der Verwaltungsbeamte des Staatlichen Schulamts. Er will das ändern, sollte er Bürgermeister werden. Ob die Altennachmittage, die er zeitgemäßer gestalten will, oder die Verwaltung der Gemeinde, die optimaler laufen müsse. Auch die Kinderbetreuung möchte er auf breitere Beine stellen. „Ich weiß, was Alleinerziehende für Probleme haben, und dafür möchte er eine Lösung finden“, sagt er. Geht es nach ihm, müssten die Kindergärten großteils auch in den Ferien geöffnet haben, um eine Betreuung sicherzustellen.

Redegewandtheit

Als seine Stärken sieht Schaumburg seine Redegewandtheit, außerdem könne er gut zuhören, sei humorvoll und habe gute Nerven. Aber auch Schwächen habe er, räumt Schaumburg ein. „Ich bin ein Gut-Mensch, lasse mich gern vereinnahmen und kann nicht gut Nein sagen.“ Doch der 59-Jährige ist ganz sicher: „Schauenburg würde mit mir für die Zukunft gewinnen.“ 

Der HNA-Lesertreff mit den drei Kandidaten für das Schauenburger Bürgermeisteramt ist am Dienstag, 17. Januar, ab 19 Uhr im Elgerhaus in Elgershausen.

Lesen Sie dazu auch:

Bürgermeisterwahl in Schauenburg: Schaumburg ist wohl mit dabei

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.