Bürgermeisterwahl 2017 in Schauenburg: Plätzer geht für SPD ins Rennen

Tritt für die SPD an: Michael Plätzer. Er ist aktuell Ortsvorsteher in Nordshausen. Archivfoto: privat/nh

Schauenburg. Michael Plätzer tritt bei der Bürgermeisterwahl in Schauenburg 2017 für die SPD an.  Er wird damit möglicherweise Gegenkandidat zur jetzigen Amtsinhaberin Ursula Gimmler (CDU).

Die hat sich nach eigenen Angaben noch nicht zur Kandidatur für eine dritte  Amtszeit entschlossen.

Die Entscheidung von Michael Plätzer ist jedenfalls kein Schnellschuss, sondern lange gewachsen.

Der 46-Jährige wohnt derzeit noch in Kassel-Nordshausen und ist dort Ortsvorsteher.

Schon vor zwei Jahren habe er sich Gedanken darüber gemacht, etwas völlig Neues anzugehen, sagt er im Gespräch mit der HNA. „Ich habe den Kontakt nach Schauenburg gesucht und mich vorgestellt.“ Im Frühjahr sei dann die Entscheidung bei den Genossen gefallen.

An der Uni beschäftigt

Plätzer würde den Platz in der Kommunalpolitik tauschen mit einem Job an der Uni Kassel. Dort arbeitet er derzeit als Laboringenieur im Fachbereich Naturwissenschaften.

Sein ehrenamtliches Mandat im Ortsbeirat Nordshausen, das bereits seit 2001 besteht, muss Plätzer demnächst sowieso an den Nagel hängen. „Ich baue gerade ein Haus in Elgershausen“, berichtet er. Mit dem Umzug nach Schauenburg endet automatisch die Aufgabe in dem Kasseler Stadtteilgremium.

Tritt für die SPD an: Michael Plätzer. Er ist aktuell Ortsvorsteher in Nordshausen. Archivfoto: privat/nh

Und gibt es schon Ideen für eine mögliche erste Amtszeit im Rathaus in Hoof? „Eine bessere Kommunikation unter den Parteien in Schauenburg, das würde mir sehr am Herzen liegen“, sagt Michael Plätzer. Außerdem sei der Haushalt immer ein Thema. Er habe Ideen zur Konsolidierung, „ohne ständig die Steuern und Gebühren zu erhöhen“.

Amtsinhaberin Ursula Gimmler tritt beim Thema Wahlkampf zunächst mal auf die Bremse. „Es ist noch viel zu früh“, sagt die 49-Jährige. „Ich bin schließlich noch zwei Jahre im Amt. Und das ist eine lange Zeit.“

Grundsätzlich hält es die Christdemokratin aber für möglich, dass sie zum dritten Mal ins Rennen um den Chefsessel im Rathaus geht. „Es gibt zur Zeit nichts, was dagegen spricht.“

Die Amtszeit von Ursula Gimmler endet am 8. Juni 2017. Spätestens drei Monate vor diesem Termin muss die Wahl stattgefunden haben. Bei der Wahl 2011 gab es drei Kandidaten in Schauenburg. Neben Gimmler traten Martin Hühne für die SPD und Gerhard Schaumburg für die Offensive an. Bei der Stichwahl zwischen Hühne und Gimmler erreichte die Christdemokratin schließlich 52,2 Prozent der Stimmen, der Sozialdemokrat kam auf 47,8 Prozent. Gerhard Schaumburg war bereits im ersten Wahlgang gescheitert.

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