„Man stellt immer wieder fest, dass es Spaß macht.“

Bürgermeisterwahl Schauenburg: Ursula Gimmler tritt wieder an 

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Will hier gerne weiter arbeiten: Ursula Gimmler vor dem Rathaus in Hoof.  

Schauenburg. „Ich habe fünf Jahre überlegt.“ Ursula Gimmler macht deutlich, wie hin- und hergerissen sie war vor der Entscheidung, noch einmal bei der Bürgermeisterwahl anzutreten.

Doch nennt sie die Gründe, die letztendlich dafür gesprochen haben, dann wird klar, dass der Weg nur ein Ziel haben konnte: Das Schauenburger Rathaus. 

„Man stellt immer wieder fest, dass es Spaß macht“, sagt die CDU-Kandidatin vor der Wahl am 29. Januar. „Man kennt sich in allen Bereichen aus. Man kann zu fast allen Themen was sagen“, betont die 50-Jährige, die in ihre dritte Amtszeit starten würde. Vor allem habe sie sich in den zwölf Jahren ein Netzwerk erarbeitet. „Genau zu wissen, wen man fragt, das ist das, was mich immer wieder antreibt.“

„Der Job ist sehr anstrengend“, sagt Ursula Gimmler aber auch. Dennoch könne sie nicht gut ohne Arbeit auskommen. „50-, 60-Stunden-Wochen – das ist meins“, sagt sie.

Und dann kommt die Breitenbacherin schnell zu den Sachthemen: Ein Verkehrskonzept wolle sie für Schauenburg auf den Weg bringen. „Es gibt ja viele Ecken, wo sich der Verkehr als Belastung darstellt, wo zu schnell gefahren wird.“ Für ein solches Konzept will Gimmler auch externe Fachleute hören.

Thema Kinderbetreuung

Wie ein roter Faden zieht sich das Engagement für die jüngsten Schauenburger durch Gimmlers Amtszeit. Die Nachfrage nach Krippenplätzen werde größer, sagt sie. Zu bedenken gibt die Christdemokratin dabei, dass Kinderbetreuung nicht zum Nulltarif zu haben ist, sondern der Gemeinde hohe Kosten beschere. „Wir können als Kommune nicht das Rundum-Sorglos-Paket gewährleisten.“

Auch weitere kleinere Baugebiete will die Bürgermeisterin nach einer Wahl in den fünf Ortsteilen ausweisen. Und ihre Aktion zur Verschönerung der Stromkästen fortsetzen.

Gimmler, die in den Anfängen ihrer Amtszeit auch mal zu Schnellschüssen neigte, ist in ihrem Job reifer geworden. Immerhin ließ sie kurz nach ihrem Amtsantritt 2005 einen Kreisel vor dem Rathaus in Hoof mit Sponsorenhilfe beseitigen. Heute hingegen betont sie: „Ich möchte keine kurzen Sprünge machen.“

Lange Touren macht sie hingegen meist zu Fuß auf tollen Wanderwegen. Ihr Motorrad hat Gimmler vorerst in der Garage abgestellt. Sie wisse noch nicht genau, ob sie nach zwei Jahren Pause wieder aufsteigen werde. Die ganze Sache sei schließlich nicht ganz ungefährlich. Ebenfalls noch nicht entschieden sei, ob sie tatsächlich nochmal in Martinhagen neu baue. Dort lebt auch der Lebensgefährte der Breitenbacherin, die grundsätzlich betont: „Ich fühle mich als Schauenburgerin.“

Der HNA-Lesertreff ist am Dienstag, 17. Januar, ab 19 Uhr im Elgerhaus in Elgershausen.

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