Bürgersolarpark Elgershausen: Planer durch unklare Gesetzeslage verunsichert

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An der Autobahn: Oberhalb von Elgershausen soll der Bürgersolarpark entstehen. Horst Brückmann (links) und Marek Grimmelbein stehen an der Fläche südlich der A 44, auf der ab Mai die Fotovoltaikanlage wachsen soll.

Schauenburg. Hinter der Planung für den Bürgersolarpark Elgershausen steht wieder ein Fragezeichen. Bei dem Projekt sollen an der Autobahn 44 oberhalb von Elgershausen 10.000 Solarmodule aufgestellt werden.

Die unklare Gesetzeslage zur Kürzung der Solarförderung durch den Bund hat die Investoren zum Abwarten gezwungen. Ungeachtet dessen stellten die Projektentwickler, die Firmen STH (Lohfelden) und BLG (Wolfhagen), rund 100 Interessierten am Dienstag im Elgerhaus das Projekt vor.

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In Verlängerung der Wilhelmshöher Straße soll eine Fotovoltaikanlage auf 4,5 Hektar Fläche auf beiden Seiten der Autobahn 44 entstehen. Ende Juni soll die mit 10.000 Solarmodulen bestückte Anlage mit einer Leistung von 2,5 Megawatt ans Netz. 4,1 Millionen Euro werden investiert. Bürger können sich mit mindestens drei Anteilen zu je 2500 Euro beteiligen.

Peter Wilke (Baunatal) stellte beim Info-Abend im Elgerhaus mit Blick auf die von der Regierungskoalition geplante Kürzung der Einspeisevergütung die alles entscheidende Frage an die Geschäftsführer der Firmen STH und BLG, Horst Brückmann und Marek Grimmelbein. „Bauen Sie denn die Anlage, wenn die Vergütung zurückgenommen wird?“

Man werde erst die Entscheidungen im Parlament abwarten, damit Planungssicherheit bestehe, betonten die Geschäftsführer. Alles andere sei derzeit spekulativ, so Grimmelbein weiter. Und so blieben die Fragen einiger Interessenten nach einer Wirtschaftlichkeitsberechnung an diesem Abend unbeantwortet. Sollte die Vergütung auch für Großanlagen gekürzt werden, müssten sie einige Monate abwarten und beobachten, wie sich der Markt entwickelt, bevor der Baustart erfolge. Grundsätzliche wollen die Planer an dem Bau des Bürgersolarparks festhalten.

Von Sven Kühling

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