Countdown für Windpark Lindenberg läuft

Metallplatten zur Befestigung einer Baustraße: Die wurden von Mitarbeitern des Kran-Unternehmens mit einem kleinen Mobilkran ausgelegt.

Schauenburg. Der Countdown für den Windpark Lindenberg bei Schauenburg-Breitenbach läuft: Vier der 80 Meter hohen Basistürme aus Stahlbeton stehen jetzt, der fünfte ist im Bau.

„Wenn die Anlieferung der weiteren Maschinenbauteile und Rotoren planmäßig verläuft und auch beim Kranaufbau alles glattgeht, können wir Ende der Woche mit den Montagearbeiten beginnen“, sagte der Projektleiter des nordfriesischen Investors GP Joule, Andreas Fleischmann, der HNA.

Der 155 Meter hohe Spezialkran, der zwei Stahlröhren, das Maschinenhaus, die Naben und Rotorblätter an der der Autobahn 44 zugewandten Windkraftanlage nach oben hieven und setzen soll, werde jetzt aufgestellt. Geplant sei, die entsprechenden Arbeiten an den vier anderen Anlagen in den nächsten Wochen folgen zu lassen, sagte der Projektleiter.

Die schweren, übergroßen Maschinenbauteile und Rotoren sollen ab Mittwoch nach und nach in Schauenburg eintreffen. Derartige Spezialtransporte seien auf den Straßen grundsätzlich nur in den Nachtstunden erlaubt, „immerhin sind die Rotorblätter mehr als 50 Meter lang“, sagte Fleischmann.

GP Joule investiert nach eigenen Angaben in das Lindenberg-Projekt mit fünf insgesamt 200 Meter hohen Windkraftanlagen der 3-Mega-Watt-Klasse rund 25 Millionen Euro. Anlagenhersteller ist die Firma Nordex. Der Aufbau des Windparks, mit dem nach Windmessungen und Vorausberechnungen künftig Öko-Strom für 4600 Haushalte ins Netz eingespeist werden kann, soll bis Ende des Jahres abgeschlossen werden.

Schon in der vergangenen Woche herrschte viel Betrieb auf der Baustelle: Der bis dahin noch im Raum Koblenz eingesetzte Spezialkran wurde in Einzelteilen auf 20 Tiefladern nach Schauenburg transportiert und vor Ort montiert. Zuvor hatten Mitarbeiter des Kran-Unternehmens Maxikraft aus dem brandenburgischen Herzberg zur Befestigung einer Baustraße, die als Standfläche für das Riesengerät angelegt worden ist, mit einem kleinen Mobilkran noch zusätzliche Metallplatten ausgelegt. Auch an den vier weiteren im Bau befindlichen Windkraftanlagen wurden in den vergangenen Tagen Arbeiten an der Stahlbetonkonstruktion ausgeführt und Vorbereitungen für die Montage der Bauteile getroffen.

Stimmung im Ort zweigeteilt 

Während der Planungsphase des Windparks hatte es immer wieder Proteste aus der Bevölkerung gegeben. Es gab Kritik am Landschaftsverbrauch und der Höhe der von weither sichtbaren Anlagen. Der Martinhagener Ortsvorsteher Günter Hengge (Freie Wähler) bezeichnete die Stimmung im Ort zuletzt als zweigeteilt: Nach Diskussionen überwiege Verständnis dafür, dass Windkraftanlagen aufgrund der Energiewende sein müssen.

Von Hans-Peter Wohlgehagen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.