Dachdeckermeister aus Breitenbach Opfer von Einbrechern

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Schauenburg. Teure Maschinen im Wert von etwa 15.000 Euro erbeuteten unbekannte Täter bei einem Einbruch in der Werkstatt des Schauenburger Dachdeckermeisters Wilhelm Keßler.

Der Dachdeckerbetrieb von Wilhelm Keßler liegt am Rand der Feldmark im Gewerbegebiet von Breitenbach. Diese Abgeschiedenheit haben sich unbekannte Täter am Wochenende zunutze gemacht. Sie brachen in der Nacht vom 5. auf den 6. April in die Halle und das Büro des Dachdeckers ein und transportierten Geräte und Maschinen im Wert von mindestens 15 000 Euro ab, bestätigte die Pressestelle des Polizeipräsidiums Nordhessen gestern auf Anfrage.

Wilhelm Keßler verständigte am Sonntagmorgen die Polizei in Kassel und im Polizeirevier Baunatal, nachdem er den Einbruch entdeckt hatte. Die Täter haben laut dem Dachdeckermeister das Schiebetor zum Betriebsgelände überklettert und dann von innen die einen Meter breite Tür neben dem Tor mit schwerem Gerät aufgehebelt. Dann hätten sie eine weitere Tür zur Werkstatthalle aufgebrochen, Schränke und den Büroschreibtisch aufgehebelt, sagte Keßler.

Verschwunden seien ausschließlich teure Geräte, diverse Leitern, Werkzeuge und Bohrer, berichtete der 78-jährige Betriebsinhaber. Allein ein entwendetes Heißschweißgerät für Folien habe einen Wert von 3600 Euro.

Geld sei nicht entwendet worden „Das waren alles teure Maschinen und Akkus“, sagte Keßler. Er glaube deshalb, dass Profis am Werk waren. Vor gut drei Jahren sei er schon einmal Opfer eines Einbruchs geworden.

Besonders wurmt den Dachdeckermeister, was außerdem noch am Sonntagmorgen passierte: Er habe auf einer Wiese kaum 100 Meter vom Betrieb entfernt seine dreirädrige Spezialkarre gefunden, mit der die Täter offensichtlich das Diebesgut abtransportierten und in ein Fahrzeug umluden. „Mit der kann man viel transportieren, ohne sich zu quälen“, sagte Keßler. Nachdem die Polizei bereits abgerückt war, sei diese Karre von der Wiese verschwunden gewesen, als er sie habe abholen wollen.

Die Karre sei so auffällig, dass er die Hoffnung habe, dass sie einem Schrotthändler, dem die Karre möglicherweise vom Dieb angeboten werde, sofort auffalle.

Keßler hat sich entschlossen, für sachdienliche Hinweise, die zu den Tätern führen, eine Belohnung von 1000 Euro auszusetzen.

Von Peter Dilling

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