Eigene Praxis eröffnet

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Im Elgerhaus: Für kleinere Operationen hat Tierärztin Nicole Dung einen separaten Behandlungsraum eingerichtet.

Nicole Dung hat bereits mehr als zehn Jahre Praxiserfahrung. Im August eröffnete sie nun im Schauenburger Elgerhaus ihre eigene. Vorangegangen waren umfangreiche Umbauarbeiten, die sie zum Teil selbst durchführte.

Das Ergebnis: Großzügig gestaltete Behandlungsräume mit umfangreicher technischer Ausstattung.

„In der Hauptsache versorge ich Kleintiere“, berichtet Nicole Dung. Aber auch Nutztiere gehören zu ihren Patienten. Für alle bietet sie einen Mix aus klassischer Veterinärmedizin und alternativen Heilmethoden an. Speziell Hauterkrankungen, Allergien, Fütterungs- und Ernährungsprobleme sollen hier intensiv und umfassend diagnostiziert und behandelt werden. Aber auch andere Krankheiten und Infektionen können erkannt und therapiert werden.

In einem eigenen Labor kann Nicole Dung schnell Blutbilder erstellen, Leber-, Nierenwerte und andere Parameter kontrollieren sowie diverse Schnelltests ausführen. Das sei besonders wichtig, wenn Urlaubsreisende mit ihren tierischen Gefährten in südlichen Ländern unterwegs waren. Zu den sogenannten Reisekrankheiten gehören unter anderem die Anaplasmose, Babesiose, Leishmaniose, die durch Zecken oder Sandmücken übertragen werden. Doch auch die Borreliose, der Nachweis von Würmern oder Giardien sowie eine krankhafte Vergrößerung des Herzmuskels bei der Katze kann schnell und unkompliziert vor Ort diagnostiziert werden. Für weitergehende Untersuchungen stehen verschiedene externe Labors zur Verfügung.

Mit mikrobiologischen Methoden können Bakterien aus Abstrichen, Milch, Kot oder Urin für anschließende Resistenztests angezüchtet werden. Schließlich sei es wichtig, welche Antibiotika eingesetzt werden können. Die Tierärztin, selbst Hundebesitzerin, präferiert getreu ihrer Leidenschaft für die alternative Medizin bei ihren Therapien immer wieder auch die Anwendung pflanzlicher Wirkstoffe. Sie habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht, auch wenn eine Wirkung nicht immer sofort eintrete: „Dafür braucht man einfach mehr Zeit, das verlangt vor allem Geduld beim Tierhalter. Dafür werden er und sein Tier aber oft mit anhaltendem Heilerfolg belohnt.“ Als Beispiele nennt sie die Therapien bei Hauterkrankungen und Ernährungsproblemen.

Auch Blutegel warten auf ihren Einsatz, die kleinen Helfer können bei Schmerzen, Wundheilungsstörungen oder Arthrosen eingesetzt werden.

In den Behandlungsräumen, in denen auch kleinere Operationen durchgeführt werden können, stehen außerdem ein Zahnröntgengerät, ein Ultraschallgerät und ein Bioresonanzgerät für die Untersuchung und Behandlung der Tiere bereit. Sehr schön und praktisch: Neben Letzterem steht ein Mini-Sofa, auf dem die Patienten während der Behandlung entspannt ruhen können.

Weil sie für die Betreuung und Behandlung von Nutztieren manchmal unterwegs ist, arbeitet Nicole Dung nach Terminvereinbarung. Außerdem möchte sie so auch sicherstellen, dass sie für jeden Patienten in der Praxis genügend Zeit für Diagnose und Therapie hat und die Wartezeiten und damit den Stress für die Tiere kurz halten. (pcj)

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