„Ich bin keine Falschparkerin“ - Elgershäuserin wehrt sich gegen Vorwurf

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Fühlt sich zu Unrecht am Pranger: Gabi Bartoschek zeigt, wieviel Platz noch neben ihrem geparkten Bus für Fußgänger ist.

Schauenburg. Gabi Bartoschek wehrt sich gegen die Behauptung des Ortsbeirates Elgershausen, sie würde mit ihrem Kleinbus Fußgänger behindern.

Der Ortsbeirat Elgershausen hatte in seiner Sitzung vergangene Woche die Gemeindeverwaltung aufgefordert, am Fahrbahnrand der Korbacher Straße in Höhe von Sport Greifenberg einen weiteren Poller aufzustellen, um ein Fußgänger behinderndes Parken von Fahrzeugen zu unterbinden.

An dieser Stelle parke häufig ein Kleinbus, der es Passanten mit Rollator oder Kinderwagen unmöglich mache, dort vorbeizugehen. Nun wehrt sich die Besitzerin des Kleinbusses, die für einen Fahrdienst für behinderte Menschen arbeitet.

Bessere Einsicht in die Korbacher Straße: Vier Poller wurden Mitte Januar diesen Jahres an der Korbacher Straße kurz vor der Einmündung des Saalwegs montiert. Im Bild Elgershäuser Ortsvorsteher Dirk Hofmann.

Sie sei sich keiner Schuld bewusst und finde den Vorwurf behindernd zu parken „unglaublich“, sagt Gabi Bartoschek. Sie habe noch nie ein Knöllchen erhalten und wolle sich auch von der Gemeinde bestätigen lassen, dass sie sich als Autofahrerin korrekt verhalte. Sie sei auch noch nie dort auf ihr Parkverhalten angesprochen worden. „Ich stelle mich immer so hin, dass noch genug Platz für einen Kinderwagen ist“, betont die Elgershäuserin.

Nach Ansicht von Bartoschek war es keine gute Idee, dass die Gemeinde in diesem Abschnitt der Korbacher Straße ortseinwärts überhaupt Poller aufgestellt hat. Das Argument einer Sichtbehinderung der Autofahrer, die vom Sandweg in die Korbacher Straße einbiegen wollen, lässt sie nicht gelten. Eine solche Behinderung gebe es nämlich nicht.

Schwierige Parksituation

Die Parkplatzsituation sei in dem Wohnquartier dagegen angespannt. Auch andere Autofahrer wichen zum Parken schon mal auf den freien Platz vor dem Geschäft Sport Greifenberg aus. Schließlich bezweifelt Bartoschek, dass ihr Parkplatz vor Greifenberg überhaupt einen Gehweg berührt. Das hat vom Augenschein her etwas für sich: Denn der Gehweg endet vor der umstrittenen Fläche in einem Bordstein und setzt sich erst einige Meter weiter wieder fort. Die Fahrbahn der Straße grenzt unmittelbar an das Greifenberg Grundstück. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite ist der Gehweg dagegen durchgehend vorhanden.

Das Schauenburger Rathaus hat sich der Sache noch nicht angenommen. Bürgermeisterin Ursula Gimmler teilte auf Anfrage der HNA mit, die Verwaltung habe wegen der Ostertage noch keine Zeit gehabt, das Problem zu thematisieren.

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