Elgershausen: Schützen- und Heimatfest lockte mehr als 4000 Besucher

Heimatfest Elgershausen Karneval zu Gast beim Heimatfest: Tamara Rohde (v. l.) , Martina Bierwirth, Chantal Börstler, der Elgershäuser Prinz Philip Bierwirth, Frank und Nicole Schmidtke, das Kaufunger Prinzenpaar und Nadine Klima, die Elgershäuser Karnevalsprinzessin. Fotos:  Dilling

Schauenburg. Manchmal bringt viel Geduld und Üben den Erfolg. Vor 16 Jahren war Uwe Holzhauer Schützenkönig in Elgershausen.

Dann kam die Durststrecke. Am Samstag klappte es dann: Holzhauer sicherte sich beim Königsschießen zum Auftakt des Schützen- und Heimatfests der Leichenbrüderschaft in Elgershausen die Königskette vor Timo Kotaska und Sven Wille, die auch schon mal Schützenkönig waren.

Holzhauer gehörte zu den Ersten, die am Pfingstsamstag im Festzelt zu den Schlagern der Band „Royal Party Society“ ausgelassen feierten. Mehr als 4000 Besucher kamen an den drei Tagen des Heimatfestes auf den Festplatz. Für jede Generation war eine Attraktion dabei. „Seit wir bekannte und gute Bands präsentieren, geht es aufwärts“, sagte Michael Weigel, Vorsitzender des Fördervereins der Sterbekasse der Leichenbrüderschaft Elgershausen. Diese ist in dem Schauenburger Dorf eine Institution, die 2020 ihr 400-jähriges Bestehen feiern wird. Landgraf Moritz hatte sie einst initiiert, um den Armen Unterstützung für die Beerdigungskosten zu geben.

Eine Beerdigung kann man von den Leistungen der Sterbekasse längst nicht mehr bezahlen, die Tradition steht im Vordergrund und der Spaß beim alljährlichen Heimatfest. Das dürfen die Ehefrauen der gut 1700 Mitglieder kostenlos besuchen. „Damit hat man den Mitgliedsbeitrag fast schon wieder drin“, sagt Weigel. Gleich zum Auftakt des Fests habe man zwei neue Mitglieder gewonnen.

Schützen- und Heimatfest Elgershausen

Das Publikum des Heimatfests ist trotz der jahrhundertelangen Tradition jung geblieben. Nach Mitternacht, wenn in Kassel die Lichter beim gleichzeitig stattfindenden Heimatfest ausgegangen sind, dränge noch einmal ein Schwung junge Leute ins Festzelt, erzählt Gerhard Schreiber vom Festausschuss. Er und seine Mitstreiter sorgen jedes Jahr dafür, dass alle Vereine und viele Gewerbetreibende des Dorfs für das große Fest an einem Strang ziehen: Beim großen Festumzug am Sonntagnachmittag präsentierten sie sich vor viel Straßenpublikum wieder mit mehr als 30 Wagen und Fußgruppen.

Die „Schnuddelecke zog als Landvolk los. Die Leute von der Bachstraße feierten „Elgercity“ im fahrenden Saloon. Die TSG brachte ihre „Superhelden auf die Straße. Die Waldjugend brutzelte Mini-Pizzas für die Schaulustigen. Regenschirme wurden nicht gebraucht. „Seit 2009, seit ich Vorsitzender bin, hat es während des Festumzugs nicht geregnet“, sagt Weigel. Das Fest ging am Montag mit einem Tanz- und Showprogramm der Band „Nightlive“ und einer Tombola zu Ende.

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