Pfarrstelle ist derzeit unbesetzt

Engagierter Seelsorger für Schauenburg-Hoof gesucht

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Pfarrstelle vakant: Die Kirche in Hoof (mit dem Gemeindehaus, links) wartet auf einen neuen Seelsorger. Momentan übernimmt Pfarrerin Dietlinde Bensiek die Gottesdienste, manchmal auch ein Prädikant.

Schauenburg. Im Kirchspiel Hoof/Elmshagen gibt es momentan keinen Seelsorger. Pfarrerin Dietlinde Bensiek, in der evangelischen Kirchengemeinde Bad Wilhelmshöhe tätig, hat die Vertretung übernommen.

Doch schon im Januar könnte entschieden werden, wer Nachfolger von Wolf-Benjamin Gittermann wird. Dieser hat 2016 aus „persönlichen Gründen“, wie es heißt, nach zwei Jahren die Gemeinde verlassen. Nächsten Monat wird Dekanin Carmen Jelinek dem Kirchenvorstand einen von Bischof Dr. Martin Hein vorgeschlagenen Kandidaten vorstellen. Wenn alles gut laufe, könne die Stelle bis Mitte 2017 oder sogar früher neu besetzt werden, sagte Jelinek auf Anfrage.

Beim Gespräch im Januar 2017 solle sich der vom Bischof ausgewählte Kandidat im Kirchenvorstand vorstellen. Im Dezember gab es erste Gespräche zwischen Dekanin und Kirchenvorstand. Dabei sei es laut Kirchenvorsteher Frank Günther vor allem um das Profil und die Aufgabenbeschreibung der Kirchengemeinde gegangen.

Carmen Jelinek

Der Bischof hat – rein kirchenrechtlich – das letzte Wort über die Besetzung. Bei der Auswahl Gittermanns war das noch anders: Er war der Wunschkandidat des Kirchenvorstands, der die Nachfolge seines beliebten Vorgängers, des 2013 gestorbenen Pfarrers Stefan Weiß, antrat. Doch wie verlautet, stimmte die Chemie zwischen Gittermann und dem Kirchenvorstand bald nicht mehr. Kirchenvorsteher Günther äußert sich dazu nicht. Er verweist darauf, dass Gittermann aus persönlichen Gründen die Gemeinde verlassen habe. Im Übrigen sieht er keinen Zeitdruck. Die Vertreterin Bensiek kenne sich in der Kirchengemeinde aus und sei in Hoof bekannt. Außerdem stünden keine größeren Aufgaben in der Gemeinde an – die Orgelsanierung sei ja abgeschlossen. Wenn der Kirchenvorstand mit dem Vorschlag des Bischofs einverstanden ist, könnte die Stelle schnell besetzt werden. Falls nicht, könne es zu einer Neuausschreibung kommen, sagte Jelinek. Sie wisse aus Erfahrung, dass der Bischof die Meinung des Kirchenvorstands ernst nehme und seine Kandidaten „nicht um jeden Preis“ durchdrücke.

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