Betreiber des Windparks Lindenberg 

Firma spendet Gemeinde Schauenburg Geld und Ladesäulen

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Lukrativ: Der Betreiber des Windparks am Lindenberg will die Gemeinde Schauenburg auf mehreren Wegen unterstützen. Unter anderem sollen Ladestationen für E-Autos und E-Fahrräder aufgestellt werden.  

Schauenburg. Der Betreiber des Windparks Lindenberg bei Breitenbach will die Gemeinde Schauenburg auf mehreren Wegen unterstützen.

So plant die nordfriesische Firma GP Joule in den nächsten 18 Jahren jährlich 7500 Euro für einen gemeinnützigen Zweck zu spenden. Außerdem sollen sechs Ladestationen für Elektrofahrzeuge in den Ortsteilen aufgebaut werden. Beides kündigte Timo Bovi, Sprecher von GP Joule, jetzt im Gespräch mit der HNA an.

Eine grundsätzliche finazielle Beteiligung der Gemeinde Schauenburg an dem Windpark Lindenberg, der seit 2015 am Netz ist, war kürzlich gescheitert. Ursprünglich wollte sich die Kommune nämlich mit 700 000 Euro an den insgesamt fünf Anlagen beteiligen. Doch die beiden Verhandlungspartner fanden keinen gemeinsamen Nenner.

Forderungen zu hoch

Die Gemeinde gab an, dass die Forderungen des Betreibers inzwischen zu hoch geworden seien. GP Joule-Sprecher Timo Bovi bestätigt: „Der Park hat inzwischen einen ganz anderen Wert. Die Kalkulation ist ganz anders als vor drei Jahren. Die Gemeinde hat sich dagegen entschieden.“

Insgesamt habe man aber mit der Gemeinde Schauenburg in den Jahren gut zusammengearbeitet, betont der Unternehmenssprecher. Mit den geplanten sechs Ladestationen für E-Fahrzeuge wolle man nun einen Wertschöpfungsbeitrag für die Kommune leisten, sagt er. „Mit dem Aufbau der Lade-Infrastruktur für Elektromobilität gibt GP Joule den Anstoß für die Entwicklung Schauenburgs hin zu einer klimafreundlichen Gemeinde.“

Nach Angaben des Unternehmens wird ein Teil des Windstroms aus den benachbarten Windrädern direkt für Ladesäulen genutzt. Bis zum Aufbau eines Bezahlsystems zu einem späteren Zeitpunkt sei das Stromtanken natürlich kostenfrei, so Bovi.

Während der Restlaufzeit des Windparks über 18 Jahre will GP Joule außerdem jährlich 7500 Euro für gemeinnützige Zwecken zur Verfügung stellen. In diesem Jahr soll das Geld an die neu geschaffene Kinderkrippe in Elgershausen gehen. „Damit stärkt GP Joule nachhaltig die Betreuungs- und Bildungsarbeit für die Kleinsten vor Orts“, so Bovi.

Schauenburgs Bürgermeister Michael Plätzer (SPD) ist mit der Entwicklung grundsätzlich zufrieden. Es sei gut, dass GP Joule zu seinem Wort stehe, etwas für die Gemeinde zu tun, sagt er. „Am liebsten wäre mir gewesen, wenn wir uns direkt am Windpark beteiligt hätten“, sagt Plätzer. Aber unter den jetzigen Bedingungen rechne sich das nicht mehr.

Nach Angaben des Bürgermeisters werden bereits Standorte für die Ladestationen geprüft. Es werde einige für Autos und einige für Elektrofahrräder geben. Als Standort für eine Ladesäule für Fahrräder sei am Freizeitsee Martinhagen denkbar.

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