Flüchtlinge im Tannenhof in Elmshagen: Unterstützerschar ist groß

Früher Hotel, jetzt Asylbewerber-Unterkunft: Der Tannenhof in Elmshagen. 41 Frauen und Männer aus Krisenregionen leben inzwischen hier. Foto: Dilling

Schauenburg. 41 Flüchtlinge leben inzwischen im Tannenhof in Schauenburg-Elmshagen. Das berichtete Bürgermeisterin Ursula Gimmler in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter in Hoof.

„Hauptsächlich handelt es sich dabei um Familien mit Kindern."

Laut Landkreissprecher Harald Kühlborn sollen weitere Bewohner demnächst einziehen. Geplant sei eine Belegung von bis zu 50 Menschen.

Vor etwa zwei Monaten waren die ersten Familien aus Krisenregionen in das ehemalige Hotel in Elmshagen eingezogen. Über Jahre hatte der Tannenhof im kleinsten Ortsteil der Gemeinde leer gestanden. Davor war der Komplex, zu dem in der Blütezeit zahlreiche Gästehäuser im Ort gehörten, ein beliebtes Tagungs- und Touristenhotel gewesen.

Viele Menschen aus Elmshagen und Umgebung kümmern sich mittlerweile um die Flüchtlinge. Es gebe einen Unterstützerkreis aus 50 Interessierten, erläuterte Gimmler weiter.

Bei einem ersten Treffen wurden Arbeitsgruppen in folgenden Bereichen gebildet: Sprachunterricht, Angebot für Kinder, Begleitdienst, Fahrdienst, Sport und Freizeitangebote sowie materielle Hilfe.

„Der Sprachunterricht findet jeden Tag statt“, berichtete die Bürgermeisterin. Im Dorfgemeinschaftshaus sei Platz geschaffen worden, um die Sachspenden unterzubringen. Der Einsatz der Arbeitsgruppen werde von dem Hausleiter koordiniert.

Schauenburgs Bürgermeisterin zog ein positives Fazit über die Integration der Asylbewerber in Schauenburg: „Insgesamt herrscht eine positive Stimmung, und die Hilfen werden dankbar angenommen.“

Landkreissprecher Harald Kühlborn geht davon aus, dass schon bald weitere Flüchtlinge nach Elmshagen kommen werden. „Es wird im Tannenhof noch etwas umgebaut, dann kann es sein, dass es bis zu 50 Bewohner insgesamt werden.“

Grundsätzlich ist der Sprecher mit der Unterstützung der Flüchtlinge im Landkreis zufrieden. „Es läuft wirklich sehr gut“, sagt er. An allen Standorten von Asylbewerber-Unterkünften gebe es Initiativen der Gemeinden und der Kirchen für Unterstützerkreise.

Die aktuelle Gesamtzahl der Flüchtlinge gibt die Kreisverwaltung mit rund 1200 an. Etwa 30 bis 40 Frauen und Männer kämen jede Woche neu dazu, sagt Kühlborn. „Aber natürlich wandern auch immer wieder welche ab.“

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