Fünf Gründe, warum es bei SG Schauenburg noch nicht läuft

Nachdenklich: Schauenburgs Trainer Jurek Förster muss den Aufsteiger schnell auf Kurs bringen, um in der Verbandsliga nicht schon frühzeitig den Anschluss zu verlieren. Foto:  Malmus/nh

Schauenburg. Null Punkte, 4:14 Tore, letzter Platz – der Start von Aufsteiger SG Schauenburg in die Fußball-Verbandsliga kann vor dem vierten Spieltag nicht als gelungen bezeichnet werden.

Warum mussten die Lila-Weißen bislang (und vor allem in den beiden ersten Partien) Lehrgeld zahlen? Eine Ursachensuche vor dem Heimspiel am Sonntag (15 Uhr) auf der Goldbergkampfbahn gegen den SV Eschwege:

1. Der Klassenunterschied:

 In Sachen Tempo, körperlicher Präsenz und Härte, die der Schiedsrichter laufen lässt, gibt es deutliche Unterschiede zwischen sechster und siebter Liga, sagt Trainer Jurek Förster. „Wir haben zwar vorher viel darüber gesprochen, aber dennoch müssen sich die Jungs erst einmal an die Unterschiede gewöhnen.“ Ein bisschen ist dies schon am Mittwochabend gegen Steinbach (1:2) gelungen.

2. Die Hauptfehler:

Seine Jungs hätten beim 0:6 gegen Sand zu viel Respekt gehabt, sagt der Meistertrainer. „Und gegen Korbach beim 3:6 sind wir dann ins offene Messer gerannt.“ Gegen Steinbach waren die Vereinigten immerhin anfangs und ausgangs der zweiten Hälfte richtig nah dran am Punktgewinn. In der Gruppenliga habe die SG unter anderem das gute Defensivverhalten ausgezeichnet. „Da müssen wir schnell wieder hin – die Zweikämpfe deutlich besser annehmen.“

3. Das Auftaktprogramm:

 In den ersten vier Partien trafen die Vereinigten mit Steinbach (4.), Eschwege (3.) und Sand (7.) auf drei Top-Teams der vergangenen Runde, die viele Beobachter in dieser Saison zu den Aufstiegskandidaten zählen. „Die haben alle erfahrene Verbandsliga-Spieler in ihren Reihen“, sagt Förster. „Wir haben derzeit vielleicht fünf, sechs Spieler mit Verbandsliga-Format. Die anderen sind gute Gruppenliga-Kicker, die sich erst zu Verbandsliga-Spielern entwickeln müssen.“

4. Der Druck:

Die Test-Ergebnisse stimmten, beim Hütt-Cup wurde die SG Dritter, vor der Saison hielten die Schauenburger sogar beim 0:3 gegen Regionalligist KSV Hessen ganz gut mit. „Allerdings ist es etwas anderes, wenn die Saison wirklich beginnt und es um Punkte geht“, sagt der SG-Trainer. Positiv stimmt ihn, dass von Seiten des Vorstandes und des sonstigen Umfelds kein Druck gemacht wird. „Wir freuen uns alle auf das Abenteuer. Uns war aber von Anfang an klar, dass wir an unsere Schmerzgrenze stoßen werden.“

5. Der Torschützenkönig:

Jan-Philipp Schmidt gewann in der Aufstiegssaison die Torjägerkanone, erzielte 24 von 70 Treffern des Teams. In der Vorbereitung musste der 20-Jährige allerdings 14 Tage verletzungsbedingt aussetzen, was ihm derzeit vielleicht noch zum Nachteil sein könnte. „Jan-Philipp hat schon gegen Korbach zwei Tore aufgelegt und jetzt gegen Steinbach getroffen“, relativiert Förster. „Jetzt wird er Lunte gerochen haben und noch selbstbewusster auftreten.“

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