Verbandsliga

Eingewechselter Schan schießt Rothwesten in Schauenburg zum 1:0

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Der ging noch daneben: Rothwestens Stürmer Maximilian Werner knallt den Ball Richtung Tor, Schauenburgs Kapitän Alan Scott kann nicht mehr stören. Der Schuss in der 79. Minute ging über das Tor, späterer Siegtorschütze war der TSVer Viktor Schan.

Schauenburg. Dieser Joker hat gestochen – und wie. In der 87. Minute erzielte der kurz zuvor eingewechselte Viktor Schan das 1:0-Siegtor für den TSV Rothwesten.

Fußball-Verbandsligist SG Schauenburg steht nach einer couragierten Leistung mit leeren Händen da, der Abstieg ist scheinbar nicht mehr abzuwenden.

In der dritten Minute hatten die Gäste eine ihrer besten Szenen im gesamten Spiel: Nach Vorarbeit von Ullrich Siewert vertändelte Maximilian Werner zunächst im Schauenburger Fünfmeterraum, den zweiten Versuch setzte er deutlich über das Tor. In der Folge waren es vor allem die Gastgeber, die zu Torchancen kamen. Schauenburg spielte keineswegs wie ein abgeschlagener Absteiger, sondern schaffte es im Spielverlauf immer besser, über die Außenspieler Eduardo Gutierrez Cedeno und Hendrik Bestmann gefährliche Situationen zu kreieren. Marvin Kues traf nach Doppelpass mit Bestmann aus aussichtsreicher Position nur den eigenen Mitspieler (20.). Noch vor der Pause war es erneut Kues, der sich stark gegen Sebastian Trabner durchsetzte, dann aber am Pfosten scheiterte (38.). Die Vorarbeit hatte erneut Bestmann geleistet.

Die Rothwestener kamen fast nur durch Weitschüsse und nach Abprallern zu Abschlüssen. Diese blieben aber ungefährlich für Keeper Daniel Hischemöller. Kurz vor dem Pausenpfiff forderte Schauenburg nach vermeintlichem Foul Maximilian Igels an Gutierrez Cedeno Elfmeter (44.). Der Unparteiische aber ließ weiterlaufen.

Nach dem Seitenwechsel zog sich die SG zurück, was Rothwesten jedoch zunächst nicht zum eigenenen Vorteil nutzte. Das Spiel verlief ohne Höhepunkte, bis ein weiter Freistoß von Patrick Hepner beinahe zur Führung der Heimelf führte: Im Strafraum freistehend verpasste Bestmann erst die Direktabnahme und scheiterte dann im Nachschuss an TSV-Torwart Christoph Herbst. Herbsts Gegenüber Hischemöller fing in der 61. Minute eine Hereingabe von Werner vor Alexander George ab. Später verzog Werner klar (79.).

Die Verunsicherung der abstiegsbedrohten Schauenburger war nun zu sehen: Tief in die eigene Hälfte gedrückt, fand die SG keine Entlastung nach vorn. Und so kam es, wie es kommen musste: Der frisch eingewechselte Viktor Schan markierte nach Pass von Kevin Seeger das 1:0-Siegtor (87.). Eine Minute vor Schluss stellte Mario Huchs Kopfball Keeper Herbst vor keine Probleme.

„Wir haben zwar die erste Chance, dann kommt aber viel zu wenig. Die Stammkräfte haben merklich gefehlt“, analysierte TSV-Trainer Patrick Klein.

„Der Pausenstand machte uns optimistisch. Am Ende war der Druck zu groß. Bitter“, meinte SG-Coach Jurek Förster. Sein Kapitän Alan Scott sagte: „Es geht jetzt darum, sich erhobenen Hauptes aus der Verbandsliga zu verabschieden.“

Von Gregory Dauber

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