„Wir haben großes Glück gehabt“

Nach Brand in Schauenburg: Wehr musste viele Glutnester bekämpfen

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Bild der Zerstörung: Gabelstapler und Lkw sind total ausgebrannt. Ganz links stand die abgebrannte Halle. Ganz rechts im Hintergrund ist das unversehrte Holzlager zu sehen.

Schauenburg. Am Montagmorgen nach dem Brand ist die Halle der Brede Holzwerk GmbH nur noch ein Trümmerhaufen aus verkohlten Holzplanken und grotesk verformten Stahl- und Blechteilen.

Trotzdem hat sich die Arbeit der Feuerwehren gelohnt. Dank ihres schnellen Eingreifens ist das benachbarte Gebäude mit dem Holzlager gerettet worden. Am Montag waren die Feuerwehrleute noch lange damit beschäftigt, Glutnester zu suchen und zu löschen.

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Pascall Schmidt freut sich indes, dass die Ablösung für die Brandwache gekommen ist. Der Feuerwehrmann ist schon 15 Stunden auf den Beinen und will nun zu Hause ein paar Stunden schlafen. Schmidt arbeitet beim Werksschutz des VW-Werks. Während seiner Nachtschicht sei die Alarmierung gekommen, erzählt er, „so kurz vor halb zehn gestern Abend.“ Als er und Feuerwehren aus Hoof, Elgerhausen und Breitenbach eintrafen, stand die Halle schon in hellen Flammen. Karsten Pfeffermann, Wehrführer in Breitenbach, war als einer der Ersten am Brandort. Am nächsten Morgen, nach zwei Stunden Schlaf, ist er schon wieder zur Stelle, um bei der Brandwache zu helfen.

Einen Steinwurf von der abgebrannten Halle entfernt, bereitet sich Johanna Köhler den Kaffee nach einer fast schlaflosen Nacht zu. Die junge Frau wohnt mit ihrer Familie im Nachbarhaus des Sägewerks, das ihrem Vater Helmut Brede gehört. Dieser sei in Urlaub, erzählt sie. „Gestern Abend hat es im Haus nach einem Schwelbrand gerochen“, erzählt Köhler. Im Haus fanden Sie nichts. Erst im Keller merkte die Familie, dass der Geruch vom Verbindungsrohr der Sägespäne-Heizung des Sägewerks kam, die auch das Wohnhaus versorgt. Die Pächter hätten noch versucht, Gabelstapler und Lastwagen aus der Halle zu ziehen, erzählt Köhler. Aber das Feuer sei zu schnell gewesen. Die junge Frau brachte mit ihrem Mann ihre beiden Kinder sicherheitshalber zu den Großeltern. „Wir haben echt Glück gehabt. Das Holzlager ist komplett noch da“, sagt sie und lobt die vorbildliche, schnelle Arbeit der Feuerwehren.

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