Kripo setzt Ermittlungen fort

Nach Wohnhausbrand in Martinhagen: Straße weiterhin gesperrt

Schauenburg. Nach dem Brand eines älteren Fachwerkhauses an der Korbacher Straße in Schauenburg-Martinhagen wurden die polizeilichen Ermittlungen am Dienstagvormittag fortgesetzt.

Die Straße „Zum Hegeholz“ bleibt bis auf Weiteres gesperrt. „Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung gibt es nicht“, sagte Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch auf HNA-Anfrage.

Aktualisiert:

11.8.2015, 16.45 Uhr

Die Straße „Zum Hegeholz“ kann nicht wieder freigegeben werden, weil das Fachwerkhaus einsturzgefährdet ist. Die Polizei konnte das Gebäude noch nicht betreten. Ermittler des für die Brandursachenermittlung zuständigen Kommissariats 11 der Kasseler Kriminalpolizei waren aber bereits vor Ort in Martinhagen. Da der Dachstuhl stark beschädigt wurde und sich der Lehm im Fachwerkhaus mit Löschwasser vollgesogen hat, könnte der Schornstein in Bewegung geraten und das gesamte Gefach zum Einsturz bringen, erklärte Jungnitsch. Möglicherweise muss das Haus abgerissen werden. Ein Statiker wird das Gebäude am Mittwochvormittag begutachten und entscheiden, ob die Ermittler das Haus betreten können.

Die Polizei hat indes wegen der Sicherung des Brandortes und der Straße „Zum Hegeholz“ Kontakt zur Gemeinde Schauenburg aufgenommen. Die Anwohner können während der Sperrung ihre Häuser und Wohnungen über den Höhweg und den Sommerweg erreichen. Die Bewohner des unbewohnbaren Fachwerkhauses kamen bei Bekannten unter. Hinweise auf die Brandursache gibt es derzeit noch nicht, ein technischer Defekt kann aber nicht ausgeschlossen werden.

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Dem ersten Brandbericht des Kriminaldauerdienstes zufolge brach der Brand gegen 19.25 Uhr in der Küche im Obergeschoss des zweistöckigen Hauses aus. Fünf Bewohner des Hauses hatten sich selbst in Sicherheit bringen können. Ein 24-Jähriger verletzte sich beim Sprung aus einem Fenster im Obergeschoss auf ein Vordach. Er zog sich nach ersten Erkenntnissen starke Prellungen zu und wurde zur Behandlung ins Kreiskrankenhaus Wolfhagen gebracht. Vier weitere Personen wurden wegen einer möglichen Rauchgasvergiftung vor Ort vom Rettungsdienst betreut.

Nach ersten vorsichtigen Einschätzungen von Polizei und Feuerwehr soll der Schaden bei etwa 100 000 Euro liegen.

Dachstuhl-Brand in Martinhagen

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