Rathauschef will Bürger einbinden

Der Ortskern von Schauenburg soll aufgewertet werden

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Um diesen Bereich geht es: Für das Gebiet zwischen Bauna und Korbacher Straße soll ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Damit will die Gemeinde den Ortskern attraktiver machen. Das Bild wurde vor einigen Jahren aufgenommen.

Schauenburg. Elgershausens Ortskern zwischen Bauna und Korbacher Straße soll sich geordneter entwickeln. Das erhoffen sich die Gemeindevertreter vom Bebauungsplan, den sie in ihrer Sitzung am Donnerstag verabschiedeten.

Gleichzeitig sprach sich das Parlament mit großer Mehrheit, bei drei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen aus der CDU-Fraktion, für eine sogenannte Veränderungssperre in dem Gebiet aus. Das heißt, es dürfen zunächst keine Veränderungen bei baulichen Anlagen, die dem künftigen Bebauungsplan entgegenstehen, erfolgen.

Die Offensive lobte das Vorhaben ganz besonders. Es gehe grundsätzlich darum, die Ortskerne aufzuwerten, sagte Gerhard Schaumburg. Das, was jetzt in Elgershausen passiere, sollte auch Vorbild für die anderen Schauenburger Orte sein.

Zusammen mit dem Bürger

Wichtig sei, mit den Einwohner zusammen ein Konzept zu entwickeln, sagte Bürgermeister Michael Plätzer (SPD). Und Antonio Bassetto (Linke) gab zu bedenken, dass die Gemeinde mit dem Aufstellen eines Bebauungsplanes und einer Veränderungssperre in die Freiheit der Bürger eingreife. Auf der anderen Seite könne die Kommune so Wildwuchs in den Bauformen verhindern.

Timo Storch (SPD) warnte ebenfalls vor zu großer Regelungswut. „Wir können nicht beschließen, dass ein Eigentümer an seinem Haus etwas verändern muss. Das würde einer Enteignung gleichkommen.“

Laut Bürgermeister Michael Plätzer ist vor einigen Jahren sowieso eine Liberalisierung in der Bauleitplanung eingetreten. Dinge, wie eine bestimmte Dachneigung oder Ziegelfarbe festzuschreiben, seien nicht mehr möglich, sagte er. „Da sind den Kommunen die Hände gebunden.“

Bürgerbus in Schauenburg

In einem weiteren Punkt in der Parlamentssitzung informierte der Bürgermeister über die Möglichkeit, in Schauenburg einen Bürgerbus fahren zu lassen.

Zunächst sei geplant gewesen, einen Elektrobus zu kaufen. Förderprogramme der EU und des Landes Hessen wurden geprüft. Dann habe sich aber herausgestellt, dass es gar keinen geeigneten Elektrobus auf dem Markt gebe, erläuterte Plätzer.

Jetzt werde untersucht, ob die Förderung des Landes (90 Prozent) auch für einen Benziner gelte, der später zum Elektrofahrzeug umgerüstet werden kann.

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