In Schauenburg: 400 gegen Suedlink auf der Straße

Schauenburg macht mobil: Mit Transparenten demonstrierten viele Bürger gegen die geplante Stromtrasse Suedlink.

Schauenburg. Für Vertreter des Netzbetreibers Tennet, die heute Bürgern zum möglichen Bau einer Höchstspannungstrasse Rede und Antwort stehen sollen, wird es wohl ein heißer Abend.

Ballons im Abendhimmel sollten deutlich machen, in welche Höhen sich die geplanten Strommasten schrauben. Fotos: Dilling

Ab 19 Uhr findet die Veranstaltung in der Schauenburg-Halle statt. Spannend wird sie, weil am Montagabend die gerade gegründete Bürgerinitiatve gegen die Suedlink-Trasse geschätzte über 400 Bürger auf die Beine brachte. Sie zogen in einem langen Marsch, begleitet von der Polizei, zum Hoofer Rathaus.

„Suedlink in Hessen, das kannste vergessen“, „Wir schreiben es an jede Wand keine neue Trasse braucht das Land“. So oder ähnlich lauteten die Parolen, die die Demonstranten auf Plakate geschrieben hatten und laut skandierten. Viele hatten Fackeln, Ratschen und Pfeifen dabei, um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen.

Auf dem Rathausvorplatz ließen die Aktivisten der BI beleuchtete weiße Fesselballons auf 75 Meter Höhe steigen. Das sollte den Bürgern deutlich machen, dass die von ihnen als „Monstertrasse“ bezeichnete Gleichstrom-Autobahn von der Nordsee bis nach Bayern weithin sichtbar sei und die Landschaft auch in Schauenburg verschandeln werde. Erdmuthe Hoeft stimmte mit den Demonstranten ein Lied gegen die Trasse an und rief dazu auf, beim Info-Abend mit Tennet möglichst viele kritische Fragen zu stellen. (pdi)

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