In Schauenburg: 400 gegen Suedlink auf der Straße

Schauenburg macht mobil: Mit Transparenten demonstrierten viele Bürger gegen die geplante Stromtrasse Suedlink.

Schauenburg. Für Vertreter des Netzbetreibers Tennet, die heute Bürgern zum möglichen Bau einer Höchstspannungstrasse Rede und Antwort stehen sollen, wird es wohl ein heißer Abend.

Ballons im Abendhimmel sollten deutlich machen, in welche Höhen sich die geplanten Strommasten schrauben. Fotos: Dilling

Ab 19 Uhr findet die Veranstaltung in der Schauenburg-Halle statt. Spannend wird sie, weil am Montagabend die gerade gegründete Bürgerinitiatve gegen die Suedlink-Trasse geschätzte über 400 Bürger auf die Beine brachte. Sie zogen in einem langen Marsch, begleitet von der Polizei, zum Hoofer Rathaus.

„Suedlink in Hessen, das kannste vergessen“, „Wir schreiben es an jede Wand keine neue Trasse braucht das Land“. So oder ähnlich lauteten die Parolen, die die Demonstranten auf Plakate geschrieben hatten und laut skandierten. Viele hatten Fackeln, Ratschen und Pfeifen dabei, um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen.

Auf dem Rathausvorplatz ließen die Aktivisten der BI beleuchtete weiße Fesselballons auf 75 Meter Höhe steigen. Das sollte den Bürgern deutlich machen, dass die von ihnen als „Monstertrasse“ bezeichnete Gleichstrom-Autobahn von der Nordsee bis nach Bayern weithin sichtbar sei und die Landschaft auch in Schauenburg verschandeln werde. Erdmuthe Hoeft stimmte mit den Demonstranten ein Lied gegen die Trasse an und rief dazu auf, beim Info-Abend mit Tennet möglichst viele kritische Fragen zu stellen. (pdi)

Schlagworte zu diesem Artikel

Clemens80Antwort
(0)(0)

Von 400.000 V Wechselstrom, der nur durch die Region geleitet wird habt ihr auch nicht mehr, oh doch, Verluste die auch gezahlt werden müssen.
Sicher wäre ein Gleichstromnetz (Am besten gleich 800.000V) besser als die einzelnen Verbindungen, aber das will man nicht, würde der Strom vermutlich noch billiger.

Alles mit dezentraler Versorgung? Alles heult wegen Windkraftanlagen und Solarparks, welche die Landschaft verschandeln, aber Einkaufzentren will jeder haben, obwohl die auch nicht besser aussehen. Mal davon ab das man dazu noch den Ausgleich braucht, das war mal die Idee für die Zentralisierung.

Für Power2Gas(Ambesten zu Methan statt zu Wasserstoff) braucht man auch Anlagen und was glauben Sie wer dagegen ist wenn man die bauen will?

Harald Hoßfeld
(1)(0)

Herzlichen Glückwunsch nach Nordhessen. Bei uns in Fulda waren wir sogar 800 Demonstranten mit dem Ballon hat auch gut geklappt. Wir sind für eine moderne durchdachte Energiewende. Zum Beispiel power to Gas. Oder dezentrale Stromversorgung. Wir haben nichts von den 500.000 V GleichStrom der nur durch Hessen geleitet wird und den die Bayern noch nicht einmal wollen.!!!!

Clemens80
(2)(0)

Sie sieht denn die Alternative der Stromversorgung aus? Wenn man bescheiden fragen darf? Doch wieder die AKWs anschalten und dafür ein Endlager in die Region?

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.