Heimatgeschichte

Hoffnung fürs Schauenburger Heimatmuseum? Geschichtsverein plant Neuanfang

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Liegt fest im Dornröschenschlaf: Die Türen des Heimatmuseums in Hoof in den ehemaligen Pavillons der Grundschule sind seit fast zehn Jahren geschlossen. Es besteht hoher Sanierungsbedarf.

Schauenburg. Die Geschichte des Geschichtsvereins Schauenburg ist seit vielen Jahren eine der Frustrationen. Und das liegt am Schauenburger Heimatmuseum in Hoof.

Das Museum mit seinem reichen Fundus an historischen Exponaten aus der Region in den sanierungsbedürftigen ehemaligen Pavillons der Grundschule ist seit fast zehn Jahren geschlossen. Mehrere Anläufe des Vereins, die Rathausspitze für eine Wiederbelebung des Museums zu begeistern, scheiterten. Stets fehlte das Geld. Doch nun zeichnet sich ein Hoffnungsschimmer ab: Der Geschichtsverein plant nach Informationen, die der HNA vorliegen, am Standort des Museums einen Neuanfang.

Es sollen Zuschüsse aus dem Programm des Landes Hessen für Dorf- und Regionalentwicklung (LEADER) beantragt werden. Schon im Spätsommer oder Herbst könnte dafür die Entscheidung fallen. Doch der Verein selbst gibt sich bedeckt. Die „Beteiligten“ seien übereingekommen, „das begonnene laufende Verfahren nicht zu kommentieren beziehungsweise zu kommentieren“, mailte Christian Abendroth vom Vorstand des Geschichtsvereins auf eine entsprechende Anfrage der HNA zurück.

An Christian Abendroth, der als Vorsitzender des Fördervereins bereits die Märchenwache in Breitenbach zu einer Erfolgsgeschichte gemacht hat, hatte Bürgermeister Michael Plätzer (SPD) auf die Anfrage der HNA hin verwiesen. Dieser arbeite federführend an einem Konzept. Die frühere Überlegung des Geschichtsvereins, das Gebäude des früheren Gasthauses Klapperbach in Hoof für ein neues Domizil des Museums anzukaufen und umzubauen ist – wie verlautet – wohl wegen der hohen Kosten vom Tisch.

Marco Lingemann, Regionalmanager für das LEADER-Fördergebiet „Casseler Bergland“ bestätigt Kontakte zum Geschichtsverein Schauenburg. Ihm ist dessen Projekt bekannt, und er räumt ihm durchaus Chancen ein. Allerdings setze ein Zuschussantrag ein anspruchsvolles Konzept und einen detaillierten Finanz- und Betreiberplan für das Museum voraus, sagt Lingemann. Private Einrichtungen könnten mit einer Quote von 35 Prozent bis zu einem Betrag von 45 000 Euro gefördert werden, öffentliche Antragsteller könnten mit einer Quote von 55 bis 75 Prozent bis zu einem Betrag von 200 000 Euro rechnen. Im Frühjahr 2019 werde das Regionalforum, zuständig für die Verteilung der für die Region zugeteilten Landesmittel entscheiden und eine Prioritätenliste festlegen.

Somit müsste die Gemeindevertretung voraussichtlich schon im Spätsommer oder Herbst die Weichen stellen. Denn um an eine Spitzenförderung zu kommen, müsste die Gemeinde selbst als Antragsteller auftreten – und selbst einiges Geld in die Hand nehmen und in den Haushalt 2019 einstellen.

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