Anschluss an schnelles Internet

Schauenburger Kunde ärgert sich über Vertrieb von Netcom

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Unterschrieb den Vertrag mit der Netcom an der Haustür: Erwin Ochs. Dass damit auch ein Anbieterwechsel verbunden ist, habe er erst später gelesen, sagt der Elgershäuser.   

Schauenburg. Ein Kunde aus dem Schauenburger Ortsteil Elgershausen hat Probleme mit dem Vertrieb des Kasseler Anbieters Netcom.

Schauenburg. „Mir ging es um eine schnelle Internetverbindung“, sagt Erwin Ochs. Plötzlich habe er aber einen Vertrag der Netcom Kassel in den Händen gehalten und gelesen, dass er auch einen Anbieterwechsel unterschrieben hatte. „Doch genau das wollte ich nicht“, sagt der 69-jährige Elgershäuser verärgert.

Der Reihe nach: Vor wenigen Tagen habe er Besuch an der Haustür von einem Netcom-Mitarbeiter bekommen. Der Mann, der für ein Tochterunternehmen des Kasseler Telefonanbieters arbeitet, habe ihm gesagt, dass jetzt die neuen Leitungen in dem Wohngebiet mit 50 000 Mbit/s frei geschaltet würden. „Dann wollte er meinen Personalausweis haben, und ich habe unterschrieben. Ich ärgere mich inzwischen am meisten über mich selbst.“

Ochs berichtet davon, dass er dem Mitarbeiter mehrfach gesagt habe, dass er aber seinen Festnetzanbieter O2 nicht wechseln wolle. Das habe ihm der Mann von der Netcom auch zugesichert. Beim Durchlesen des Papieres, so Ochs, habe er dann kurze Zeit später entdeckt, dass damit auch ein Anbieterwechsel zur Netcom verbunden sei. Das Vorgehen hält der Elgershäuser für eine „betrügerische Absicht“. „Das hätte ich von einem regionalen Unternehmen wie der Netcom nicht gedacht.“

Ochs stellte den Mitarbeiter der Gesellschaft, der noch in dem Wohngebiet unterwegs war, zur Rede. Dieser habe ihm den Originalvertrag schließlich ausgehändigt. Dennoch traute Erwin Ochs der Sache nicht. Er hielt es für möglich, dass sich die Mitarbeiter Kopien von den Verträgen ziehen und diese erst nach Ablauf der Widerspruchsfrist von 14 Tagen bei ihren Unternehmen einreichen. „Dann kommt man nicht mehr aus der Sache heraus.“ Deshalb habe er jetzt vorsorglich Widerspruch bei der Netcom eingelegt, berichtet der 69-Jährige.

Die Netcom sei für die Vermarktung der passenden Produkte und Tarife sowie die Kundenbetreuung verantwortlich, erläutert Sprecherin Claudia Noerthen auf Anfrage der HNA. Noch während der laufenden Bauarbeiten biete die Netcom Kassel daher Infoveranstaltungen in den Ausbaugebieten an, um alle Bürger rechtzeitig über die Produkte zu informieren.

Inzwischen hat die Sache für Erwin Ochs noch ein gutes Ende genommen. Die Netcom habe sich mittlerweile mehrfach entschuldigt, sagt er im Gespräch mit der HNA. Auch der Außendienstmitarbeiter selbst sei noch einmal bei ihm an der Haustür gewesen. „Das ist für mich gut, wie die Netcom reagiert hat.“

Den Ausgang der Sache bestätigt auch Sprecherin Claudia Noerthen. Der Widerspruch des Kunden sei sofort wirksam gewesen. „Das war unverzüglich.“

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