Externes Büro soll Wirtschaftlichkeit prüfen

Das Schauenburger Rathaus will von Windkraft profitieren

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Windstrom vom Lindenberg: Die Gemeinde Schauenburg prüft derzeit, ob sie mit 25 Prozent in das Projekt einsteigt.

Schauenburg. Die Gemeinde Schauenburg will sich mit 25 Prozent am Windpark Lindenberg beteiligen. Dazu wäre eine Einlage von 676 000 Euro notwendig.

Das sagte Bürgermeisterin Ursula Gimmler.

Seit März sind die fünf 200 Meter hohen Windräder in dem Waldgebiet zwischen Breitenbach und der Autobahn 44 in Betrieb.

„Wir prüfen eine Beteiligung am Windpark“, sagt Gimmler. Ein externes Büro werde für die Gemeinde die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens untersuchen. Schon im Sommer erwarte das Rathaus die Ergebnisse des Gutachtens, so die Bürgermeisterin. „Dann entscheiden wir: Wollen wir da einsteigen, können wir da einsteigen.“ Das letzte Wort habe dann die Gemeindevertretung.

Gebaut wurde der Windpark von der nordfriesischen Firma GP Joule. Nach eigenen Angaben investierte das Unternehmen 25 Millionen Euro in die fünf Rotoren. Verwendet wurde das Modell N 117 des Herstellers Nordex.

Der Aufbau der Anlage ab November wurde für GP Joule zum Wettlauf mit der Zeit. Wenn die Windräder noch vor dem Jahreswechsel ans Netz gegangen wären, hätte das Unternehmen noch vom alten, lukrativeren Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) profitiert.

Doch schwierige Witterungsverhältnisse im Winter mit viel Sturm auf dem Lindenberg und Minustemperaturen, die die Aufbauseile vereisen ließen, sorgten immer wieder dafür, dass sich die Montage der einzelnen Anlagen verzögerte. Lediglich ein einziges Windrad wurde vor der Jahreswende fertig, vier erst danach.

„Normalerweise 20 Tage“ 

„Normalerweise brauchen wir etwa 20 Arbeitstage für fünf Windräder“, sagte GP-Joule-Projektleiter Andreas Fleischmann. Solch extreme Wetterverhältnisse habe er aber noch nie erlebt. Dadurch habe sich die Montage von November bis März hingezogen. Immer wieder mussten die Arbeiten unterbrochen oder sogar abgebrochen werden. Das EEG sei in dieser Frage relativ strikt, erläutert Fleischmann. Jedes Windrad werde einzeln bewertet. So laufe jetzt nur eines nach der alten Einspeisevergütung, die anderen seien nach der neuen Vergütung veranlagt.

Welche Beteiligungen an dem Windpark der Investor GP Joule für möglich hält, war auf Anfrage der HNA nicht zu erfahren.

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