Feuerwehrübung Schauenburg: Kinder gerettet, Scheune gelöscht

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Gerettet: Sascha Schmidt (vorn von links) und Tim von Dalwig von der Feuerwehr Hoof sowie Ann-Kathrin Lange und Louis Allmeroth von der Elmshagener Wehr bringen bei der Übung einen vermeintlich Verletzten zu den DRK-Sanitätern. 

Schauenburg. Ein zufriedenes Fazit zogen die Schauenburger Feuerwehren nach einer Großübung in Elmshagen. Bis auf Kleinigkeiten lief alles reibungslos.

Aus einer Scheune auf dem Gutshof Elmshagen dringt dichter Rauch. Kinder wimmern und schreien um Hilfe. Aus einem Spiel mit dem Feuer ist bitterer Ernst geworden. Die Sirene im Dorf heult auf. Kurz darauf ist die Elmshagener Feuerwehr mit einem Löschtrupp zur Stelle, öffnet einen Hydranten in der Straße. Atemschutzmasken werden hastig übergestreift, Schläuche fliegen, bald heißt es „Wasser marsch“. Nacheinander treffen die übrigen Schauenburger Wehren mit Löschfahrzeugen ein. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) von Schauenburg schafft Tragen und Verbandsmaterial herbei.

Premiere beim Funkverkehr

Was so dramatisch klingt, war am Sonntag gottlob nur eine Übung der Schauenburger Feuerwehren. Schließlich gehört das „Brandobjekt“, der Gutshof, dem Wehrführer der Elmshagener Feuerwehr, Jörg Dreismann. Er koordinierte den Funkverkehr. Das war sogar eine Premiere. Denn die Wehr hat erst vor zwei Wochen die neuen Digitalfunkgeräte erhalten.

In der verrauchten Scheune finden die Wehrleute schnell die „verletzten“ Kinder, bis auf eines, das wohl vom Heuschober hinabgestürzt ist. Wehrleute aus Hoof und Elmshagen finden den Jungen schließlich doch und transportieren ihn vorsichtig durch ein Fenster ins Freie, leisten Erste Hilfe, bevor sich die Sanitäter vom DRK seiner annehmen.

Großeinsatz: Scheuenburger Feuerwehr übte Rettung von Kindern

Die Elgershäuser Feuerwehr kämpft sich von hinten an das „brennende“ Gebäude heran. Als ein Feuerwehrmann mit seinem Wasserstrahl versehentlich die Dachrinne trifft, ruft ihm sein Gruppenführer zu: „Keine Ziegeln abschießen.“ Schließlich soll bei der Übung nichts zu Bruch gehen. Im Ernstfall können die Wehrleute auf so etwas nicht Rücksicht nehmen. Als ein anderer Brandschützer eine Rüge erhält, weil er zu hoch zielt und über die Scheune den Wasserstrahl auf die Kameraden dahinter lenkt, sagt er nur grinsend: „Das ist Feuerwehr-Risiko.“

Asylbewerber als Zuschauer

Abgesehen von solchen Kleinigkeiten lief die Übung, die zahlreiche Schaulustige - darunter auch viele Asylbewerber aus der benachbarten Flüchtlingsunterkunft - anzog, wie am Schnürchen. „Das hat doch geklappt“, stellte Dreismann zufrieden fest. Scheunenbrände sind gar nicht so selten.

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