„Vertrag bringen wir persönlich vorbei“ 

Schilder-Mann aus Elgershausen: Trotz Bedenken kommen Hinweise

Beim Ortstermin im August: Mitarbeiter von Hessen Mobil und der Gemeinde überprüften, ob die Schilder richtig montiert wurden. Fotos: Lischper

Schauenburg. Er sorgte für Schlagzeilen: Die vom Schauenburger Schilder-Mann Fritz Reuter umplatzierten Verkehrsschilder werden nun endgültig in seinem Garten aufgebaut. Erneute Verhandlungen des Rentners mit Hessen Mobil hatten ergeben, dass es keine andere Möglichkeit gebe.

Würden die Schilder nicht im Garten des 81-Jährigen mit einem Betonfundament verbaut, müssten die Schilder wieder an ihren alten Platz zurück.

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Er sei mit dem Ergebnis eines Ortstermins kürzlich nicht zufrieden gewesen, sagte Reuter auf HNA-Anfrage. Das Treffen, an dem Bürgermeisterin Ursula Gimmler (CDU), Hessen Mobil und die Straßenmeisterei Wolfhagen teilnahmen, hatte dem Mann nur wenig Zeit gelassen, um zu entscheiden, ob die Schilder auf seinem Grundstück aufgebaut werden dürfen. Er suchte daraufhin das Gespräch mit Andrea Kühl-Fehrl von der Straßenmeisterei Wolfhagen und mit Inga Deis von Hessen Mobil.

„Es war noch einmal jemand hier. Doch da wurde nur gesagt, lassen Sie es doch jetzt einfach so, dann ist es gut“, berichtet Reuter. „Ich bin nicht

Fritz Reuter

zufrieden, aber dieses Hin und Her.“ Sein Vorschlag, sagt der 81-Jährige, die Schilder direkt vor die Mauer seines Grundstücks zu platzieren, sei abgelehnt worden, „weil da die Laterne im Weg steht“.

Laut Horst Sinemus, Sprecher von Hessen Mobil, bekommt Reuter nächste Woche eine Vereinbarung zum Unterschreiben. Vermutlich komme dafür ein Mitarbeiter der Behörde persönlich vorbei, der auf etwaige Fragen Reuters direkt antworten könne.

Schampus vor der Tür

Immer noch würden ihm Befürworter seiner Aktion Geldspenden über den Gartenzaun reichen, „und neulich stand sogar eine Flasche Schampus vor der Tür“. Er sammle das Geld und wolle es zusätzlich zu dem von der Bürgermeisterin vorgeschlagenen 100-Euro-Betrag an den Schauenburger Verein Fibak spenden.

Er sollte spenden, damit die Gemeinde keine Anzeige erstatte. Fritz Reuter hatte die Schilder vom Gehweg entfernt, weil sie Menschen mit Rollator und Kinderwagen das Durchkommen erschwerten. Nachdem er einem Rollstuhlfahrer hatte helfen müssen, der an dem noch zusätzlich verbogenen Schild hängen blieb, ergriff Reuter die Initiative.

Von Anna Lischper

Archivvideo und Bilder vom Ortstermin:

Ortstermin beim "Schilder-Mann" von Elgershausen

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