Umstrittene Stromtrasse

Mehrere Info-Veranstaltungen: Verwirrung um Suedlink

Schauenburg/Baunatal. Für viele Bürger in Schauenburg ist die Verwirrung perfekt: Mehrere Info-Veranstaltungen zur Stromtrasse Suedlink wurden in vergangenen Wochen angekündigt.

Die offizielle Bürgerversammlung von der Gemeinde wurde kürzlich vom 27. November auf den 17. Dezember verschoben. Doch: Genau am ursprünglichen Termin, am 27. November, findet eine weitere Info-Veranstaltung zum selben Thema statt: Und zwar auf privater Initiative. „Diese Veranstaltung ist nicht abgesagt“, betont Mitinitiatorin Anita Guzman-Abendroth aus Hoof. Viele Bürger hätten nach der Terminverschiebung durch das Rathaus gedacht, dass die zweite Veranstaltung abgesagt sei.

Und so ist der aktuelle Stand: Die private Info-Veranstaltung findet also statt am Donnerstag, 27. November, ab 19.30 Uhr in der Schauenburghalle in Hoof, Wahlgemeinde 21. Ein Mitglied der bereits bestehenden Bürgerinitiative Emstal gebe Erläuterungen zu dem geplanten Verlauf der Stromtrasse bei Schauenburg, so Guzman-Abendroth. Ziel der Veranstaltung sei unter anderem, dass in Schauenburg ebenfalls eine Bürgerinitiative gegründet wird.

Die offizielle Bürgerversammlung der Gemeinde ist verschoben auf Mittwoch, 17. Dezember, ab 19 Uhr ebenfalls in der Schauenburghalle in Hoof. Dazu lädt der Vorsitzender Gemeindevertretung Rolf-Martin Barkhof ein. Bei diesem Info-Treffen sollen auch Vertreter der Planungsfirma Tennet die einzelnen Trassenvarianten erläutern.

Völlig unabhängig von diesen Veranstaltungen in Schauenburg hatte sich das Baunataler Stadtparlament kürzlich gegen einen Suedlink-Trassenverlauf bei Baunatal ausgesprochen. Einstimmig wurde ein gemeinsames Papier dazu beschlossen.

Die bei einer Bürgerversammlung vorgelegte Trassenplanung durch das Gebiet der Stadt Baunatal werde abgelehnt, heißt es in dem Beschluss. „Eine Mitte-West-Stromtrasse steht aktuellen dezentralen Energiekonzepten entgegen.“

Der Magistrat der Stadt Baunatal soll sich für eine Kombination der West und der Mitte-West-Trasse aussprechen, die Betreiberfirma Tennet solle dann entsprechende Trassenverläufe vorlegen.

Weiterhin soll nach dem Willen der Parlamentarier eine Erdverkabelung in diesem Abschnitt geprüft werden. Außerdem soll bundeseinheitlich, zumindest aber in Hessen, ein Mindestabstand von Häusern zur Stromleitung von 400 Metern vorgeschrieben werden.

Von Sven Kühling

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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