Wieder zurück im Stall

Karawane in Elmshagen: Veterinäramt will Haltung entlaufener Kamele prüfen

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KAmele in Elmshagen

Schauenburg. Die drei Kamele, die am Mittwoch aus ihrem Gehege in Schauenburg-Elmshagen ausgebüxt waren, sind inzwischen wohlbehalten zurück in ihrem Stall. Laut Veterinäramt des Landkreises Kassel war die Haltung der Tiere der Behörde bislang nicht bekannt. Sie soll jetzt überprüft werden.

Bei den Kamelen, die am Mittwoch einen Ausflug auf einer Landstraße bei Elmshagen unternommen hatten, handelt es sich um das zweijährige Hengstfolen Aladin, den siebenjährigen Wallach Vinir und die gleichaltrige Stute Inschalla. Der Besitzer der Tiere, Matthias Sperber aus Elmshagen, vermutete auf Anfrage der HNA, dass Spaziergänger die Kamele füttern wollten und dabei ein Tier mit dem Huf im Zaun hängengeblieben und die Staketen herausgerissen habe. „Da haben sie sich wahrscheinlich gefreut, alleine auf Tour gehen zu können“.

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Die Tiere seien in einer Außenstallhaltung untergebracht und könnten sich frei zwischen Stall und umzäunter Weide bewegen. Die drei hätten den Ausflug gut überstanden und seien wohlauf. Die Tiere seien sein Hobby: „Andere halten sich Pferde und ich Kamele“, sagt Sperber. Die Tiere waren aus ihrem Gehege ausgebüxt und konnten mit Hilfe der alarmierten Polizeibeamten mit Mohrrüben angelockt und zurückgebracht werden.

Die Haltung des Kamel-Trios war dem Veterinäramt des Landkreises Kassel nicht bekannt, teilte dessen Sprecher Harald Kühlborn mit. Er erklärte, Halter von exotischen Tieren wie Kamelen seien verpflichtet, diese zu melden, damit das Veterinäramt prüfen könne, ob die Bedingungen des Tierschutzes eingehalten werden. Dem sei der Halter der Elmshager Kamele nicht nachgekommen. „Aber jetzt kennen wir diese Haltung und jetzt gucken wir sie uns an“, kündigte Kühlborn an. Sperber bestätigte, dass die Tiere nicht gemeldet seien. Er habe vom Regierungspräsidium Kassel die Auskunft bekommen, dass eine Meldung nicht notwendig sei, solange sie nicht gewerblich genutzt würden. Aber er hole die Meldung selbstverständlich nach.

Polizeiliche Konsequenzen wird die Kamel-Karawane wohl nicht haben. Wie Sprecher Wolfgang Jungnitsch mitteilte, sei der Straßenverkehr nicht gefährdet, niemand verletzt und nichts beschädigt worden.

Von Nicole Schippers

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