Wegfall wegen zu hoher Kosten

Weiter Streit um Schauenburger Tanztee: SPD weist Gimmler-Kritik zurück

Weiter Streit um Schauenburger Tanztee

Schauenburg. Der Streit um den Tanztee in der Gemeinde Schauenburg geht in die nächste Runde. Die SPD Schauenburg als Veranstalter des in der ganzen Region beliebten Tanztreffs im Elgerhaus in Elgershausen mit meist über 100 Teilnehmern weist die jüngst von Bürgermeisterin Ursula Gimmler (CDU) geübte Kritik zurück.

Im Gespräch mit Mitarbeitern aus dem Rathaus sei man nämlich zu dem Schluss gekommen, dass das alles so, wie es Gimmler vorschlägt, „gar nicht alles geht“, sagen die Vorstandsmitglieder Stefan Kellner und Frank Weymann einhellig. Es bleibe deshalb dabei: Wegen zu hoher Kosten für die Miete des Elgerhauses bläst die SPD alle für Herbst und Winter geplanten Tanzveranstaltungen ab.

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Der Reihe nach: Ende August hatte die SPD signalisiert, dass sie aufgrund der zu erwartenden Miete von 330 Euro pro Tag für das Elgerhaus samt Küche nicht schultern könne. Grund: Da man jetzt nur noch ein großer Ortsverein sei, fielen viele Freitermine für die Nutzung des Elgerhauses weg. Jeder einzelne Ortsverein hatte bislang Anspruch auf zwei kostenfreie Veranstaltungen im Jahr. Bürgermeisterin Gimmler hatte den Sozialdemokraten daraufhin vorgeworfen, wohl die Gebührensatzung für die Nutzung der Gemeinschaftshäuser nicht richtig gelesen zu haben. Sie rechnete vor, dass die SPD weiterhin vier Freitermine für den Tanztee habe - zwei Tage für den Gesamtverband, zwei Tage für den übrig gebliebenen Ortsverein Elmshagen. Diese vier Tage könne die SPD dann noch auf halbe Tage aufteilen, sodass acht Termine daraus werden.

„Sie kann anscheinend die Satzung nicht lesen“, sagt Stefan Kellner an die Adresse Gimmlers gerichtet. Die wenigen Freitermine, die der SPD nach der Gründung des großen Ortsvereins blieben, müsse man natürlich für andere Veranstaltungen der Partei nutzen, sagt Kellner. Er nennt als Beispiele den SPD-Brunch in Martinhagen und das SPD-Neujahrsfrühstück in der Schauenburghalle. „Wenn wir zwei Freitermine für den Tanztee verbrauchen, dann müssen wir für Brunch und Neujahrsfrühstück Miete zahlen.“ Somit sei durch Gimmlers Vorschlag gar nichts gewonnen.

Zudem habe sich herausgestellt, dass man die Termine nicht in halbe Tage Teilen könne, so wie es Gimmler vorgerechnet habe, erläutert Kellner. „Das hat man uns im Rathaus so gesagt.“

Bürgermeisterin Ursula Gimmler hingegen bemängelt, dass die SPD nicht mal das Gespräch mit ihr gesucht habe. „Es war keiner da“, sagt sie auf Anfrage der HNA. Ihrerseits habe sie dem Ersten Beigeordneten Manfred Nehm (SPD) Lösungsvorschläge mit auf den Weg gegeben.

Rütteln an der Gebührensatzung will die SPD jedenfalls nicht. „Schließlich haben wir diese mit beschlossen“, so Weymann und Kellner. Insgesamt sei man enttäuscht, dass der Tanztee, der viele Gäste aus den Nachbargemeinden anlockte, nun sterbe. Weymann: „Alle sechs Termine und die Bands waren schon gebucht.“

Von Sven Kühling

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