Gemeinde wird nun bei Wettermeldungen im Radio erwähnt

Wetterstation liefert Daten und wirbt auch für Schauenburg

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Im Visier von Straftätern: Zwei Einbruchsversuche hat es an der neuen Anlage bereits gegeben.

Schauenburg. Für die Gemeinde Schauenburg ist die neue Wetterstation zwischen Elgershausen und Hoof auch ein Werbeträger: „Schauenburg wird häufiger mal bei den Wettermeldungen im Radio erwähnt“, sagt nämlich Elke Diederich vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach.

Sie selbst war maßgeblich am Aufbau der Anlage unweit des Hochwasserbeckens Katzenmühle beteiligt. Seit einigen Wochen gehen von dort aus Wetterdaten der Region Kassel in die ganze Welt hinaus. Die Instrumente an der bisherigen Station an der Heinrich-Schütz-Allee in Kassel wurden abgebaut.

Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit, Regenmenge, Schneehöhe und Sonnenscheindauer - das sind nur einige Werte, die die Anlage liefert. Auch die Bodentemperatur wird ein einem Messfeld in Tiefen von fünf Zentimetern bis zu einem Meter registriert. Alle Daten werden zum Teil im Minutentakt an das zentrale Computersystem nach Offenbach gemeldet.

„Wir sind zufrieden. Es läuft alles ganz gut“, sagt Diederich zum technischen Betrieb. Ärgerlich findet die Expertin allerdings, dass es bereits zwei Einbruchsversuche im Bereich der Wetterstation gegeben hat. Einmal hätten die Täter das verschlossene Eingangstor geknackt. Beim zweiten Mal hätten sie den Messcontainer aufgebrochen. In beiden Fällen sei nichts gestohlen worden, berichtet Diederich, macht aber dennoch ihrem Unmut Luft: „Soviel Ärger hatten wir noch an keiner anderen Station.“ Der Wetterdienst prüfe jetzt, ob nicht eine Videoanlage dort installiert werde.

Der Umzug von Kassel nach Schauenburg war notwendig geworden, weil im Bereich der bisherigen Station an der Schütz-Allee zu viele Bäume in der Nähe des Grundstücks gewachsen waren. Das könne einige Messwerte verfälschen, so die Begründung des Wetterdienstes.

Etwas erstaunt zeigt sich Elke Diederich nun, dass auch in der Nähe des jetzigen Grundstückes kleine Bäumchen in die Erde gekommen seien. Schließlich habe man die vertragliche Zusicherung der Gemeinde Schauenburg, dass im 100-Meter-Abstand der Wetterstation keine Anpflanzungen stattfinden dürfen. In dieser Sache spielt das Rathaus den Ball an den Wetterdienst zurück. Die Anpflanzungen seien die Ausgleichsmaßnahme für den Bau der Wetterstation, erläutert Bürgermeisterin Ursula Gimmler (CDU). Die Standorte seien vom Wetterdienst selbst festgelegt worden.

Wetterdienst und Gemeinde planen eine kleine Einweihungsfeier, zu der auch die Bürger eingeladen sind: Termin ist Dienstag, 6. Mai, an der Wetterstation (die Uhrzeit wird noch mitgeteilt).

Von Sven Kühling

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