Windpark Lindenberg: Wetter begünstigt Aufbau

+
Schluss-Akkord in 140 Meter Höhe: Auf der Nabe steht ein Monteur bereit, um an der Verbindung des Rotorblatts mit dem Maschinenbauteil mitzuwirken.

Schauenburg. Erleichterung an der Großbaustelle Breitenbach: Mit dem Aufsetzen des dritten Rotorblatts am fünften Turm wurde die mechanische Errichtung des Mega-Windparks beendet.

In den nächsten Tagen folgen noch Kabelverbindungen, die Sicherheitschecks und abschließende Montagearbeiten. „Voraussichtlich Anfang März werden die beiden letzten Anlagen ans Netz gehen“, sagte Hans Litfin der HNA. Der stellvertretende Nordex-Bauleiter kündigte außerdem den Abbau der Krananlage und eine schrittweise Reduzierung der Zahl der an der Baustelle tätigen Mitarbeiter an.

Eigentlich sollte der Windpark mit den fünf 200 Meter hohen Türmen schon acht Wochen früher fertig sein. Der auf das Jahresende fixierte Termin wurde jedoch wegen zum Teil heftiger Winde, Minustemperaturen und manchmal auch Nebel verfehlt. Bereits im Dezember und auch im neuen Jahr mussten die Errichtungsarbeiten mehrfach eingestellt werden, weil die Seile des Maxi-Krans einfroren und Hubvorgänge unmöglich machten.

Das war in dieser Woche ganz anders: Selbst am Lindenberg waren die Temperaturen leicht im Plus und das Aufsetzen auch des dritten Windflügels an dem zur A 44 gewandten Turm am Waldrand funktionierte reibungslos.

Die Millimeterarbeit der Spezialisten beginnt bereits am Boden: Ein letztes Mal lösen sie die Transportsicherungen, bevor die Greifarme der Traverse mit dem Kran ganz vorsichtig auf das weiß-rot markierte Rotorblatt gelegt werden. Erst nach mehr als einer Stunde beginnt der Kranführer, den von drei Richtseilen geführten Windflügel ganz langsam nach oben zu führen. Auf der Nabe in luftiger Höhe von 140 Metern erkennt man schließlich einen Monteur, der den 58 m langen und mehr als 12 Tonnen schweren Koloss in Empfang nimmt und hilft, das Rotorblatt behutsam in das Maschinenbauteil einzusetzen.

Endspurt im Windpark Schauenburg

„Jetzt haben wir es endlich geschafft“, sagte ein Mitarbeiter des Errichtungsteams sichtlich erleichtert. Danach war über dem Lindenberg nur noch das Rattern des automatischen Verschraubers zu vernehmen, der den Windflügel mit dem Maschinenbauteil zusammenfügt und letztlich alle Beteiligten auf den Abschluss der Errichtungsarbeiten einstimmte.

Von Hans-Peter Wohlgehagen

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.