Nach Beschluss des Gemeindeparlamentes

Schauenburg unterzeichnet Stromnetz-Vertrag

Schauenburg. Zwei Jahre hat der Entscheidungsprozess in Schauenburg gedauert, jetzt hat sich die Gemeinde auch dem gemeinsamen Versorgungswerk Energie Region Kassel (ERK) zum Betrieb der Stromnetze angeschlossen.

Nach einem Beschluss des Gemeindeparlamentes wurde kürzlich der Vertrag zwischen Rathaus und dem neuen Betreiber unterzeichnet, an dem die Kommunen mit 51 Prozent die Mehrheit halten. 49 Prozent der Anteile sind in den Händen des Energieversorgers Eon Mitte.

Rückwirkend zum 1. Januar 2012 gehört das 110 Kilometer lange Schauenburger Netz also zum ERK. Der Vertrag gewährleiste für die rund 10 000 Bürger sowie für die Industrie- und Gewerbebetriebe in der Gemeinde einen sicheren, kundenorientierten, effizienten und umweltverträglichen Betrieb, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Rathaus. „Für die Bürger ändert sich nichts“, ergänzt Bürgermeisterin Ursula Gimmler (CDU).

Zwei Jahre war in den Gremien der Gemeinde nach einer Lösung gesucht worden. Eigentlich sollten die Kommunen nach Ablauf des bestehenden Konzessionsvertrages mit Eon Mitte bis spätestens Ende 2011 eine Entscheidung treffen. Nun hat sich Schauenburg der Variante angeschlossen, die bereits vor zwei Jahren zur Abstimmung auf dem Tisch der Gemeindevertreter lag.

„Es ist ein langer Prozess gewesen“, sagt auch die Rathauschefin. Der Beschluss werde von einer breiten Mehrheit getragen.

An der Summe, die die Gemeinde als sogenannte Konzessionsabgabe vom neuen Betreiber für die Nutzung des Netzes in die Kasse bekommt, ändert sich gegenüber dem bisherigen Vertrag mit Eon Mitte ebenfalls nichts. Es bleibe bei 255 000 Euro, so Gimmler. Damit handele es sich um die gesetzlich höchstzulässige Konzessionsabgabe. Unklar ist in Schauenburg ein zweiter aktueller Punkt im Energiebereich. Ob sich die Kommune an dem Rückkauf der Anteile des Energieversorgers Eon Mitte beteilige, sei noch nicht entschieden, so die Bürgermeisterin. Darüber werde es Ende des Jahres eine Vorlage in der Gemeindevertretung geben. Über den Rückkauf der Anteile wird derzeit noch zwischen dem Energieversorger und den Landkreisen verhandelt.

Dem Vernehmen nach steht ein Preis von 700 Millionen Euro im Raum.

Von Sven Kühling

Rubriklistenbild: © dpa

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