Geschichtsverein feiert 25-jähriges Bestehen

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Aus der Anfangszeit: Das Bild zeigt Mitglieder des Geschichtsvereins am 4. Oktober 1992 vor der Aufzeichnung der Sendung Kasseler Frühschoppen. Mit dabei sind Anneliese Bickelhaupt (von links), Martha Holzhauer, Karl Werner, August Kues, Heribert Schlösinger, Kurt Schunder, Anton Uttendorfer, Luise Schunder und Kinder der Jugendgruppe.

Schauenburg. Graswurzelhistorie - so bezeichnet 2. Vorsitzender Heinz Vonjahr liebevoll das Engagement der Schauenburger in den ersten Jahren des Geschichtsvereins. Viele Menschen aus den fünf Schauenburger Ortsteilen beteiligten sich mit alten Stücken aus dem dörflichen Leben.

„Die haben das aus ihrem Interesse an der Heimat gemacht“, sagt der 79-jährige Vonjahr. Die Begeisterung für die örtliche Geschichte, die vom damaligen Bürgermeister Erich Schmidt gebündelt wurde, ist bei vielen bis heute geblieben. In diesen Tagen feiert der Geschichtsverein 25-jähriges Bestehen. Über 80 Mitglieder sind laut Vorsitzendem Manfred Bollerhey heute in dem Verein organisiert.

Ausstellungen, Vorträge, die Veröffentlichung der Schriftenreihe „Schauenburger Geschichtsblätter“ und der Aufbau des Museums für dörfliches Leben sind Themen der Vereinsarbeit. Ein Kraftakt stand gleich in den ersten Jahren an: Mit Bürgschaften der Mitglieder über 20 000 Mark wurde ein Buch über die Dorfgeschichte Hoofs finanziert. Die Sache rechnete sich. „Es hat keiner draufgelegt“, berichtet Bollerhey vom Erfolg des Werkes. Der damalige Vorsitzende Kurt Schunder und seine Mitstreiter machten sich in dieser Zeit ebenfalls für den Aufbau eines gemeinsamen Museums stark.

Bilderstrecke: Fotos vom Geschichtsverein

25 Jahre Geschichtsverein Schauenburg

In den Pavillons der Grundschule in Hoof wurde Besuchern über viele Jahre Einblicke in frühere Zeiten geboten: Alte Werkzeuge und Maschinen etwa von Steinmetz, Tischler, Stellmacher und Schuster waren zu sehen. Ebenso wie eine komplette Küche aus den 50er-Jahren. Doch vor vier Jahren schloss der Vorstand die Pforten der feuchten und bröckelnden Räume. Verein und Gemeinde fehlt seither das Geld für die Sanierung.

Neben der Wiedereröffnung des Museums will der Geschichtsverein noch einiges auf den Weg bringen. „Die Schauenburg ist immer ein Thema“, sagt Bollerhey zur Ruine, die der Gemeinde den Namen gab. Auch müsse die Jüdische Gemeinde und der Zusammenschluss der fünf Ortsteile besser dokumentiert und präsentiert werden. „Es gibt eine ganze Menge, womit man sich beschäftigen kann.“

Geschichtsverein: Treffen, mittwochs, 14.30 bis 17 Uhr im Museum in Hoof, Manfred Bollerhey, 0 56 01/12 15.

Von Sven Kühling

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