Schauenburger Ringer ringen um Goldberghalle

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Zukunft weiter ungewiss: Das Dach der Goldberghalle ist marode. Ob die Gemeinde Geld in das Gebäude steckt, steht aber noch nicht fest. Die Ringer des RSV Elgershausen nutzen die Halle als Trainingsstätte. Das Bild zeigt der RSVer Alexander Herdt (rotes Trikot) bei einem Kampf mit dem Neu-Isenburger Khalid Rassul in der Schauenburghalle.

Schauenburg. Die Sanierung der Goldberghalle in Elgershausen liegt weiter auf Eis. 40 000 Euro, die für die Renovierung der Sportstätte im Haushalt 2012 eingeplant waren, hat der Gemeindevorstand kürzlich aus dem Etatentwurf gestrichen.

Vier Sportvereine, die teilweise ihr Training in dem Haus absolvieren und die Umkleide- und Gasträume nutzen, blicken so in eine ungewisse Zukunft. Vor allem die Ringer des RSV Elgershausen ringen um ihr Domizil.

Ringen, Tennis und Fußball

„Wir wissen nicht, was passieren wird“, sagt Mirco Sippel, Vorsitzender des Vereins. Die Ringer, die die Halle mit rund 30 Kindern und Jugendlichen sowie 20 Aktiven als Trainingsstätte und als Vereinsheim belegen, verfolgen die Entscheidungen im Schauenburger Rathaus mit Spannung. Auch der Tennisverein, die Elgershäuser Fußballer und der Verein Yoseikan sind in Räumen des Baus am Sportplatz zuhause.

Bereits vor anderthalb Jahren war der Sanierungsbedarf der Goldberghalle von der Gemeinde auf 240 000 Euro geschätzt worden. Vor allem das Dach ist marode. Auch die Sanitäranlagen sind in keinem vorzeigbaren Zustand mehr.

Vor zwei Jahren hatte das Rathaus bereits mit den Vereinen über eine Übernahme der Anlage verhandelt. Schon damals winkten die Sportler mit Blick auf die anstehenden Sanierungskosten und die Betriebsausgaben dankend ab.

Damit will sich die Verwaltung nicht zufrieden geben. Jetzt sollen neue Gespräche mit den Vereinen über ein Zukunftsmodell geführt werden, sagt Otmar Bollerhey, Büroleiter im Rathaus. In welche Richtung die gehen könnten, ließ er offen. Der Gemeindevorstand jedenfalls wolle kein Geld für die Renovierung zur Verfügung stellen, bevor es eine Entscheidung gebe.

Von Sven Kühling

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