Tag der offenen Tür in Vellmar

2500 Besucher bei der Feuerwehr: Schaulustige ausdrücklich erwünscht

Alle Türen offen: Aron Luca Miller, 5, aus Vellmar (rechts) unter Aufsicht von Gerätewart Carsten Stern eine Atemschutzmaske an.

Vellmar. Normalerweise freuen sich die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Vellmar nicht, wenn ihnen Schaulustige bei ihren Einsätzen zusehen. Am Sonntag waren die zahlreichen Neugierigen, die sich um den Unfallort an der Brüder-Grimm-Straße drängten, jedoch ausdrücklich erwünscht.

Die Freiwillige Feuerwehr Vellmar hatte zum Tag der offenen Tür eingeladen.

Detailliert zeigten die Einsatzkräfte, die spektakulär mit Blaulicht und Martinshorn angerückt waren, wie sie nach einem Frontalzusammenstoß zweier Autos drei Verletzte aus den Wagen befreien. Gebannt verfolgten die Zuschauer - darunter Stadtbrandinspektor Andreas Pioch und Dirk Stochla, Bürgermeister der Stadt Vellmar - , wie einer der Insassen sogar mithilfe eines speziellen Spreizers und einer Schere aus dem Fahrzeug geschnitten wurde. Das alles war zum Glück ja aber nur eine Übung.

Übungen wie diese, aber auch ein simulierter Wohnungsbrand sowie weitere Feuer, die die Jungs und Mädels von der Jugendfeuerwehr löschten, gehörten zum Programm, das die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr den rund 2500 Besuchern an ihrem Tag der offenen Tür präsentierten.

„Wir wollen zeigen, wie interessant unsere ehrenamtliche Arbeit ist.“

„Wir wollen heute zeigen, wie interessant unsere ehrenamtliche Arbeit ist. Ob Brand oder Unfall: Jeder Einsatz ist anders als der vorherige. Zudem ist der Zusammenhalt unter uns Mitgliedern stark“, warb Stadtbrandinspektor Andreas Pioch bei dieser Gelegenheit zugleich um neue Kameraden. Etwa 65 Frauen und Männer gehören laut Pioch derzeit zur Einsatzabteilung, die in diesem Jahr bereits 161 Mal in Vellmar im Einsatz war, insgesamt 40 Mädchen und Jungen zur Kinder- und Jugendfeuerwehr sowie rund 17 Mitglieder zur Alters- und Ehrenabteilung.

Sie alle und auch die eingeladenen Kollegen von der Polizei sowie dem Deutschen Roten Kreuz in Vellmar hatten sich mächtig viel einfallen lassen, um ihre Tätigkeit zu präsentieren. Sämtliche Türen standen den Besuchern offen: die der zwölf Fahrzeuge zum Beispiel - darunter eine Drehleiter mit Korb - , die im Gerätehaus an der Brüder-Grimm-Straße stationiert sind. Auch die Umkleidekabine der Jugendfeuerwehr, die Fitness- und Schulungsräume sowie unter anderem die Funkwerkstatt konnten von den Gästen den ganzen Tag über besichtigt werden. Anhand von Filmvorführungen und Informationstafeln gaben die Mitglieder über die Geschichte der Feuerwehrvereine Vellmars, Rauchmelder und das korrekte Absetzen eines Notrufs Auskunft.

Für den fünfjährigen Aron Luca Miller aus Vellmar stand der Berufswunsch schließlich fest: Er will Feuerwehrmann werden - wie so viele Kinder nach diesem gelungen Tag. Das freute auch Pioch: „Nachwuchssorgen haben wir zum Glück noch nicht.“

Von Sarah Rogge-Richter

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