Beliebter Streich in Heiligenrode – Gemeinde nimmt‘s gelassen

Streich: Schaum auf dem Kreisel von Heiligenrode

Beliebter Streich: In der Nacht zu Freitag wurde der zum Kreisel am Ortseingang von Heiligenrode gehörende Brunnen wieder einmal in ein großes Schaumbad verwandelt. Foto:  Ketteritzsch

Niestetal. Unbekannte haben in der Nacht zum Freitag den zum Kreisel am Ortseingang von Heiligenrode gehörenden Brunnen in ein überdimensionales Schaumbad verwandelt. Am Morgen quoll die weiße Masse bis zu einem Meter in die Höhe und sorgte bei vielen Autofahrern, die den Kreisel passierten, für erstaunte Blicke.

Im Niestetaler Rathaus regt der Schaum dagegen niemanden mehr auf. „Das haben wir immer wieder“, sagte Bürgermeister Andreas Siebert (SPD) auf HNA-Anfrage. Er geht davon aus, dass sich Schüler einen Spaß daraus machen, Shampoo oder andere schäumende Substanzen in das Brunnenwasser zu gießen. Einen Großaufwand, um den Unbekannten auf die Spur zu kommen, oder gar strafrechtliche Konsequenzen für die Betroffenen lehnt der Bürgermeister ab.

„Wir wollen nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen“, sagt Siebert. Er erinnert daran, dass wohl jeder in seiner Jugendzeit einmal den einen oder anderen Schabernack gemacht habe. Nach der ersten Schaum-Aktion hat sich Gemeinde im Übrigen kundig gemacht, ob der Brunnen durch den Streich beschädigt wird. Das Ergebnis: Der Brunnentechnik schadet die Aktion nicht.

Seither nimmt man die immer wiederkehrenden Streiche der Jugendlichen locker. Wenn es auf dem Kreisel mal wieder so richtig schäumt, rücken die Mitarbeiter des Gemeindebauhofs aus. Siebert: „Sie schütten dann einfach einen Neutralisator ins Wasser und die Sache ist erledigt.“ (ket)

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