Ein Schiffscontainer für Gambia

Unterstützer: Hans Georg Trust (links) hilft Algasim Jallow regelmäßig mit Sachspenden. Foto:  Shuhaiber

Vellmar. „Gambia ist ein fruchtbares Land, aber die Ressourcen sind leider schlecht verteilt“, beschreibt Algasim Jallow die Situation in seiner westafrikanischen Heimat.

Der Gambier leistet Hilfe zur Selbsthilfe und schickt jedes Jahr einen Schiffscontainer mit Waren in sein Heimatdorf Kerr Mama (auch Sare Mama genannt). Nun sucht Algasim Jallow nach einer Lagerhalle in Vellmar und Umgebung, in der er die Hilfsgüter vor der Verschiffung zwischenlagern kann.

Der 46-Jährige lebt seit 2004 in Vellmar. Nach einem sechsmonatigen Deutschkurs besuchte er die Rohrbachschule in Kassel und machte eine Ausbildung zum Physiotherapeuten. Seit 2010 sammelt Jallow Spenden und übergibt sie vor Ort, damit er sich sicher sein kann, dass die Hilfsgüter ihr Ziel erreichen. Die Frachtkosten zahlt er aus eigener Tasche. „Ich bin glücklich und möchte etwas von meinem Glück weitergeben“, sagt der Vater einer siebenjährigen Tochter.

Unterstützt werden nur Projekte, die Arbeitsplätze schaffen, Wissen vermitteln und Einkommen für weitere Menschen sichern. So hat er beispielsweise Nähmaschinen mitgebracht und zwei Jungen 250 Euro Startkapital gegeben, damit sie sich selbstständig machen können. Mittlerweile exportieren die Jungunternehmer ihre Stoffhosen in die USA.

Auch Autos hat Jallow schon nach Gambia verschifft. Mit den Fahrzeugen können die Menschen dort nun ihren Lebensunterhalt als Taxifahrer verdienen. Seinem Bruder besorgt er alte Laptops und Handys, die repariert und wiederverwendet werden. Mittlerweile arbeiten acht Menschen in der PC-Werkstatt.

Mit seiner Hilfe zur Selbsthilfe will Jallow jungen Menschen Perspektiven geben: „Wir versuchen zu verhindern, dass die Menschen flüchten müssen, indem wir ihnen dort helfen.“

Kontakt: Wenn Sie eine Lagerhalle für das Projekt Jokoo bereitstellen können, wenden Sie sich bitte per E-Mail an Algasim Jallow unter jokoo@unitybox.de.

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