Der frühere Kommunalpolitiker Friedhelm Lecke (72) erinnert daran: Autobahn lief von Anfang an parallel

Schilda an der Bundesstraße 520

Friedhelm Lecke

Schauenburg. Die Abstufung der Bundesstraße 520 zur Landesstraße hat Friedhelm Lecke (72) auf den Plan gerufen, lange Jahre Gemeindevertreter und Erster Beigeordneter in Schauenburg. Der Schilderwechsel an der B 520 mit Kosten von 110 000 Euro „könnte zu einem neuen Schilda werden“, so schrieb er uns. Der Grund: Die parallel zur Autobahn verlaufende Straße, nun eines der Argumente für die Abstufung der Bundesstraße, gibt es seit Jahrzehnten. Lecke: „Die Autobahn verlief von Anfang an parallel, seit ihrem Bau.“

So schildert Lecke die Entwicklung: „Dieses Stück Straße im Westen von Kassel hat in der Tat eine historische Bedeutung. Mitte der 60er-Jahre, als die innerhalb der Ortslage Breitenbach bestehenden Kurven durch eine neue Linienführung begradigt wurden, erfuhr die damalige Landesstraße 3215 ein Aufwertung als B 520.

Ortsumgehung

Die verkehrspolitische Bedeutung der neuen B 520 steigerte sich in den 70er-Jahren durch die Ortsumgehung von Hoof und Elgershausen. Fast zu der gleichen Zeit wurde der erste Abschnitt der späteren A 44 von der A 7 nach Burghasungen gebaut, wenn auch mit der Einschränkung, dass zunächst nur eine Fahrspur der Bergshäuser Brücke in Betrieb ging.

Zuständigkeit

Es bestand demzufolge fast zu Beginn eine parallel verlaufende Verbindung in den westlichen Bereich Kassels. Dass die Straße nach ca. 45 Jahren ihre alte Bezeichnung L 3215 wieder erhält, hat allenfalls mit einer besonders effizienten Nutzung von Mitteln zum Unterhalt von Straßen zu tun. Lecke meint damit, dass für Bau- und Unterhaltungsarbeiten nunmehr das Land Hessen und nicht mehr die Bundesrepublik Deutschland zuständig ist.

Friedhelm Lecke hat das alles seit 1964 zunächst als SPD-Gemeindevertreter, danach von 1993 bis 2006 als Erster Beigeordneter, sprich: ehrenamtlicher Vizebürgermeister, begleitet. Der 72-Jährige ist die Straße auch tagtäglich zu seinem Arbeitsplatz gefahren: Der gelernte Elektriker arbeitete 35 Jahre im Baunataler VW-Werk. (ing) Archivfoto: Kühling

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