Aktion von Gemeinde Espenau mit ADAC – Überflüssige Zeichen werden eingelagert

Schilderwald auf Espenauer Straßen ausgedünnt

Im Schilderwald: Eingelagert werden die abgebauten Zeichen. Auf dem Hof des Zweckverbandes freuen sich (v.l.) Mitarbeiter Simon Paar, Bürgermeister Michael Wielert und Martina Sack von der Gemeindeverwaltung über den Erfolg der Aktion. Foto: Wewetzer

Espenau. Eine Woche lang hatte Simon Paar vom Zweckverband kommunaler Dienste (ZKD), in dem die Bauhöfe von Espenau und Immenhausen zusammengefasst sind, zu tun. Dann war der zum Teil dichte Schilderwald an den Espenauer Straßen ausgedünnt: 96 der insgesamt 600 Verkehrszeichen seien abgebaut worden, erläuterte Martina Sack von der Gemeindeverwaltung.

Die Aktion „Kein Schilderwald in Espenau“ war in Zusammenarbeit mit dem ADAC entstanden. Werner Praschek, Vorsitzender des Motorsportclubs Espenau-Vellmar, hatte dazu die Anregung gegeben. Ab September hatten Experten und Vertreter der Verwaltung die Verkehrszeichen in Espenau auf dem 25 Kilometer langen Straßennetz unter die Lupe genommen und geprüft, ob sie noch sinnvoll sind oder nicht. 115 Schilder kamen danach in die engere Wahl, am Ende wurden 96 Stück abgeschraubt.

Zuvor waren die aussortierten Schilder vor dem Abbau erst einmal verhüllt worden, um Reaktionen der Bürger noch in die Entscheidung einfließen lassen zu können und sie nicht vor vollendete Tatsachen zu stellen. Nach einer Testphase von zwei bis drei Wochen wurden schließlich zwölf Einzelgespräche vor Ort geführt und immer, wenn Betroffene Bedenken äußerten, „haben wir die Schilder stehen lassen“, erklärte Bürgermeister Michael Wielert.

Tempo-30-Zonen blieben

Was wurde im Zuge der Aktion abgebaut? Laut Martina Sack schwerpunktmäßig Zeichen, die gemeinsame Verbindungswege, also Fuß- und Radwege, markierten. Außerdem Halteverbote, überflüssige Gefahrenhinweise und auch das ein oder andere Vorfahrtsschild. Mit dabei auch Exoten, wie das Verbotsschild mit dem Hund, der gerade sein Geschäft verrichtet. Nicht angetastet wurden die Tempo-30-Zonen, die alle erhalten blieben.

Eine positive Bilanz der Aktion zog am Ende Martina Sack: „Wir hoffen, mit dieser Durchforstung zu einer besseren Übersichtlichkeit und mehr Verkehrssicherheit beigetragen zu haben.“ Dazu kommt noch ein angenehmer Nebeneffekt. Die Gemeinde spart Geld: Kosten doch Anschaffung, Montage und Unterhaltung eines Schildes bis zu 200 Euro. Deswegen werden die aussortierten Verkehrszeichen auch nicht weggeschmissen, sondern in den Räumen des ZKD eingelagert, um damit in Zukunft marode Zeichen kostengünstig ersetzen zu können.

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