Vorgabe der Straßenbehörde sorgt bei Autofahrern in Espenau für Verwirrung

Schilder wurden versetzt

Anlass für die Verwirrung: In Espenau wurden die Ortsschilder am Kirchweg nach hinten versetzt, weitere Schilder zur Geschwindigkeitsbegrenzung sind hinzugekommen. Foto: Wüstefeld

Espenau. Die Versetzung von Ortsschildern sorgt bei Autofahrern in Espenau für Verwirrung. Vor Kurzem wurden die am Ortseingang Mönchehof an der Kirchstraße weiter an den Ort herangesetzt. „Das war eine Vorgabe der Straßenverkehrsbehörde“, teilt Bürgermeister Carsten Strzoda (parteilos) auf Anfrage der HNA mit. Denn nach der Gesetzesvorlage dürfen die erst da aufgestellt werden, wo eine „wohnort-typische Bebauung“ beginnt und nicht dort, wo die Gemeindegrenze liegt.

Gemeint sind mit der wohnort-typischen Bebauung laut Strzoda die klassischen Familienhäuser, Höfe würden nicht dazuzählen. Davon gebe es jedoch zwei, die jetzt vor den Ortsschildern liegen würden, aber dennoch an den Kirchweg grenzen – die Autofahrer würden also mit Tempo 100 an den Zufahrten zu den beiden Höfen vorbeifahren können.

„Das erschien uns ein bisschen zu schnell“, sagt Strzoda. Deshalb wurden in beide Fahrtrichtungen Tempo 50-Schilder aufgestellt, damit im Bereich der Höfe ebenfalls langsamer gefahren wird und nicht erst mit Beginn des Ortsschildes. „Vorher lagen die Höfe hinter den Schildern, da durfte man dort auch nicht schneller als 50 km/h fahren“, sagt Strzoda.

Kritik der FWG

Die Freie Wählergemeinschaft (FWG) in Espenau kritisiert die Anordnung der Straßenverkehrsbehörde, das Ortsschild zu versetzen. Denn durch die zusätzlichen Tempo 50-Schilder seien vermeidbare Kosten entstanden.

Gleiches Prozedere soll laut der FWG an der Hermann- Gmeiner-Straße (Kreisstraße 34) wiederholt werden: Die Ortstafel Richtung Hohenkirchen soll dort zurückversetzt werden. Dadurch befürchtet die Fraktion, dass erneut zusätzliche Schilder aufgestellt und wieder Mehrkosten entstehen. „Es ist mir unverständlich, wie der Kreis eine solche Steuerverschwendung anordnen kann und die Gemeinden gezwungen werden, dies umzusetzen“, sagt Fraktionsvorsitzender Wilfried Reh. Deshalb fordert seine Fraktion, dass „diese unsinnige Anordnung des Landkreises Kassel“ zurückgenommen wird. (cow)

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