Schimmel und Vernachlässigung: Mutter kritisiert Wohnheim für Behinderte

Mit Rollator unterwegs: Erika Lücking beklagt sich über die Zustände im Wohnheim ihres Sohnes Dirk. Foto: Kühling

Baunatal. Verschimmeltes Brot auf dem Tisch, die Urinflasche nicht geleert, Betreuer, die sich nicht kümmern. Die Vorwürfe, die Erika Lücking aus Baunatal gegen den Betreiber einer Wohngruppe für Behinderte erhebt, wiegen schwer.

Ihr 37-jähriger Adoptivsohn Dirk ist aufgrund eines frühkindlichen Hirnschadens seit Geburt auf Hilfe angewiesen. Jetzt will Lücking die Situation in der Betreuungseinrichtung nicht mehr hinnehmen. Die 81-Jährige hat gegen das Haus Anzeige bei der Polizei erstattet.

Der Hauptvorwurf gegen den Betreiber der Wohngruppe sei, dass die Mitarbeiter sich nicht um ihren Sohn kümmerten, sagt Erika Lücking, die selbst aufgrund der Krankheit Parkinson erheblich gehbehindert ist.

Der Sprecher des Betreibers der Wohneinrichtung weist die Vorwürfe zurück. Der Bewohner sei „in sehr gutem Zustand", sagt ein Sprecher. Und: „Er ist hier sehr beliebt.“

Der Landeswohlfahrtsverband will die Vorwürfe prüfen und die Heimaufsicht einschalten. (sok)

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