Passanten frustriert wegen schlechtem Zustand von Weg – Belag erst 2013 erneuert

Schlamm an der Losse

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Nach dem Frost kommt der Dreck: Wer den Weg an der Losse benutzt, muss danach seine Schuhe vom Schlamm befreien.

Kaufungen. Wenn sie auf ihre Füße schauen, steht vielen Passanten auf dem schmalen Weg entlang der Losse in Oberkaufungen der Frust ins Gesicht geschrieben. Nach knapp 300 Metern zwischen der Weinschänke und der Brücke an der Teichstraße brauchen die Schuhe nämlich eine Grundreinigung.

Ein paar Stunden Regen reichen, und die 300 Meter lange Verbindung besteht nur noch aus mehr oder weniger zähem braun-gelbem Schlamm. Aber auch bei Trockenheit ist es nicht viel besser: Dann staubt es am Losseufer ordentlich.

Dabei sollte alles besser werden. Nach Jahrzehnten des Schattendaseins wollte die Gemeinde den vor Pfützen strotzenden und als Hundeklo dienenden Uferweg aufwerten. Und zwar als Teil eines Projekts, mit dem Bürgermeister Arnim Roß (SPD) das Flüsschen besser mit dem Ortskern von Oberkaufungen verbinden wollte.

Doch anders als die neu angelegte Verbindung zwischen der Fußgängerbrücke, dem Bürgerhaussaal und der Leipziger Straße (Gesamtkosten: rund 130 000 Euro, Gemeindeanteil: 70 000 Euro) wurde der Uferweg nicht gepflastert oder asphaltiert.

Er erhielt stattdessen lediglich eine sogenannte wassergebundene Decke. „Der Weg wurde ausgebessert und mit zwei Lampen versehen“, sagte Bauamtsleiter Jürgen Christmann auf HNA-Anfrage. Die Kosten dafür seien minimal gewesen. Attraktiver, da sind sich die Passanten einig, ist der Weg nicht geworden, von einer Schönheitskur könne nicht die Rede sein. „Das ist genauso bescheiden wie vorher“, sagt ein Rentner.

Und auch das Problem mit den unappetitlichen Hinterlassenschaften der Hunde besteht weiterhin. Statt auf grauem Splitt liegen die Kothaufen nun in dem braun-gelben Schlamm.

Von Peter Ketteritzsch

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