Nach dem Hochwasser der Fulda setzten die Aufräumarbeiten in Wilhelmshausen ein

Schlamm wird entfernt

Fuldaradweg teilweise frei: Obwohl der Radweg offiziell noch gesperrt ist, befuhr Robert Lange aus Simmershausen den zu Wochenbeginn überfluteten Abschnitt zwischen Wahnhausen und Knickhagen.

Fuldatal. Die Hochwassersituation an der Fulda zwischen der Staustufe Wahnhausen und Hann. Münden hat sich weitgehend entspannt. Zwar ist die Fulda auf diesem Flussabschnitt noch überall über die Uferränder getreten, doch der Radweg war gestern Mittag bis auf einen kleinen Bereich bei Wahnhausen wieder frei.

Allerdings hatte das Hochwasser auf dem Radweg eine bis zu zwanzig Zentimeter starke Schlammschicht hinterlassen. Doch Robert Lange aus Simmershausen ließ sich davon nicht abhalten und war mit dem Fahrrad unterwegs, um die Strecke zu erkunden. „Schlecht zu fahren“, war sein Fazit bei Knickhagen. Der Radler wollte auf der Bundesstraße 3 weiterfahren.

Erste Aufräumarbeiten hatten am Radweg bereits durch die Straßenbauverwaltung begonnen, berichtete er. Mit einem Kleintraktor mit Schneeschiebeschild war ein Mitarbeiter der Straßenmeisterei Espenau dabei, den noch feuchten Schlamm vom Fuldaradweg zu schieben, ehe dieser sich verfestigen konnte.

In Wilhelmshausen an der Uferpromenade hatte der gemeindliche Bauhof bereits am Dienstag damit begonnen, die Hinterlassenschaften des Hochwassers zu beseitigen. Die Arbeiten wurden gestern von den Mitarbeitern fortgesetzt, die per Hand, mit einer Spritze sowie einem Bagger dabei waren, den Weg entlang der Fulda bis hin zur Schleuse zu reinigen.

Auch an der Schleuse war ein Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes dabei, den Betriebsbereich vom Schlamm zu befreien. Im Anglerheim des Angelsportvereins Wilhelmshausen, das in unmittelbarer Nähe der Schleuse steht, entstand nach Angaben des Vorsitzenden Ernst-Otto Heinrich kein Wasserschaden, obwohl die Fulda im Heim 30 Zentimeter hoch stand. „Wir hatten noch rechtzeitig unsere Einrichtungsgegenstände hochstellen können“, teilte der Vorsitzende gestern mit.

Die Staustufe Wahnhausen, die am Sonntag geöffnet worden war, um den Bereich Wolfsanger nicht überfluten zu lassen, wird nun wieder nach und nach geschlossen, das Wasser oberhalb wieder angestaut.

Allerdings, so Rolf-Dieter Summer, zuständig für diesen Fuldaabschnitt beim Mündener Wasser- und Schifffahrtsamt, werde die Wetterlage genau beobachtet und bei Bedarf werden die Wehrfelder wieder geöffnet, um das Hochwasser zu regulieren.

Von Klaus Hobein

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