Ahnatalschüler analysierten Wasserqualität im Ahnepark

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Deutlicher Hinweis: Mit diesem, von den Projektteilnehmern entwickelten Schild wird drastisch auf das Fütterungsverbot im Vellmarer Ahnepark hingewiesen.

Vellmar. Bereits seit acht Jahren untersuchen Schüler der Ahnatalschule Vellmar (ASV) im Rahmen eines fachübergreifenden Schulprojekts regelmäßig die Wasserqualität im Vellmarer Ahnepark.

Jetzt wurden die Ergebnisse in einer Ausstellung im Rathaus veröffentlicht – mit schlechten Werten für die Gewässer. „Bisher waren die naturwissenschaftlichen Fächer Biologie und Chemie an dem Projekt des Jahrgangs 10 beteiligt“, erklärt Erika Schulz, eine der drei verantwortlichen Lehrer der Gesamtschule. In diesem Jahr wurde das Projekt um das Unterrichtsfach Kunst erweitert. Neben den einzelnen Analysen der Ahneparkgewässer sind daher auch die selbst gemalten Bilder mit Impressionen des Parks im Vellmarer Rathaus zu sehen.

„Gemeinsam mit den Schülern haben wir über das ganze Jahr hinweg monatlich die Veränderungen der chemischen Gewässergüte beobachtet“, sagt Kursleiter Paul Klene. Es wurden Wasserproben genommen und im Chemieunterricht analysiert, um die Gewässerqualität zu bestimmen. Die Biologen untersuchten den Schlamm, um durch die kleinsten Bewohner der Gewässer den biologischen Index zu ermitteln.

Naturwissenschaftliche Untersuchung: Um die Wasserqualität im Vellmarer Ahnepark zu bestimmen, nahmen die Schüler des Jahrgangs 10 der Ahnatalschule regelmäßig Proben aus den Teichen. Fotos: Brandau

„Als wir vor etwa fünf Jahren unsere letzte öffentliche Ausstellung hatten, lag die Wasserqualität zwischen vier und fünf“, sagt Lehrerin Sabine Brede. Ein Wert, der das Wasser als stark verschmutzt deklariert. Leider habe sich dieser Wert nicht verbessert. Im Winter sei die Qualität gut. Wenn allerdings im Frühjahr die Felder gedüngt würden, dann verschlechtere sich der Wert wieder drastisch.

Auch nach Feiertagen, wenn im Park Enten gefüttert wurden, nimmt die Wasserqualität ab. Das viele Futter sinke auf den Boden der Teiche und fange dort an zu gären. Es komme zu Faulgasbildungen, die insbesondere im Bereich der Kinderspielstätten gefährlich werden könnten. Um auf dieses Problem aufmerksam zu machen, entwickelten die Kursteilnehmer ein Logo, das die Stadt aufstellte. Es verbietet ausdrücklich das Füttern von Wassertieren.

„Die Kursteilnehmer haben bei dem freiwilligen Projekt begeistert mitgearbeitet und ich denke, dass bei den Schülern eine gewisse Sensibilität in Sachen Umweltschutz eingetreten ist“, meint Klene zufrieden.

Die Ergebnisse der chemischen und biologischen Gewässeruntersuchungen sowie die Acryl-Impressionen aus dem Vellmarer Ahnepark sind noch bis einschließlich Mittwoch, 4. Juli, im Vellmarer Rathaus zu den Öffnungszeiten zu sehen.

Von Werner Brandau

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